Gluconolacton

PHA in Kosmetik

Gluconolacton gehört zu den PHAs (Poly Hydroxy Acids) und zählt damit zu den sanftesten Säuren, die du für Hautpflege verwenden kannst.

Generell machen PHAs die Haut nicht lichtempfindlich und führen auch nicht zu den üblichen Begleiterscheinungen wie Rötung, Irritation usw. Daher sind Polyhydroxy Säuren wohl die einzigen Säuren, die bei jeder Haut verwendet werden können. Auch bei anspruchsvolleren Hauttypen wie Couperose, Neigung zu Empfindlichkeiten und barrieregestörter Haut.

Was Gluconolacton als PHA so besonders macht, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

 

Das ist Gluconolacton

Dabei handelt es sich um eine natürlich auftretende Polyhydroxy Säure. Neben der Verwendung in Hautpflegeprodukten findet sie auch als Säuerungsmittel bei der Verarbeitung von Lebensmitteln (z.B. Tofu) Einsatz.

Andere chemische Bezeichnungen sind z.B. glucono delta-lactone, d-gluconic acid oder 1,5 gluconolactone.

In Hautpflege ist Gluconolacton sicherlich die bekannteste und am häufigsten eingesetzte PHA. Verglichen mit Glycolsäure (der bekanntesten AHA Fruchtsäure), ist die Molekülgröße bedeutend höher:

Molekülgröße von Gluconolacton: 178
Molekülgröße von Glycolsäure: 76

Die hohe Molekülgröße von Gluconolacton ist ausschlaggebend für die sanfte Wirkung. Denn die Moleküle dringen, bedingt durch ihre Größe, wesentlich langsamer in der Haut.

Von der Wirkweise steht diese sanfte PHA Säure der Glycolsäure aber in nichts nach. Und das trotz der sanften Wirkung.

 

So wird Gluconolacton hergestellt

Diese Säure ist ein aus der Gluconsäure abgeleitetes Lacton. Sie zählt, bedingt durch ihre Eigenschaften, im erweiterten Sinne zu den Kohlenhydraten.

In ihrer natürlichen Form ist sie ein kristallines, weißes Puder mit süß schmeckenden Kristallen.

 

Das kann Gluconolacton

Diese Säure ist ein wahres Multitalent und wirkt gleich auf mehreren Ebenen. Die Verwendung hat zahlreiche Wirkungen für unsere Haut:

  • Stark antioxidativ: die antioxidative Wirkung schützt unserer Haut vor freien Radikalen und Schädigungen durch UV-Strahlung. Dabei ist Gluconolacton sogar vergleichbar mit etablierten Antioxidantien wie Alpha-Tocopherol und Ascorbinsäure. Es ist auch in der Lage, prooxidative Metalle zu chelatisieren.
  • Wirkt gegen Hautalterung: unterdrückt das Enzym Elastase (Elastase führt zum Abbau von Elastin und begünstigt damit die Hautalterung), verbessert Hautfestigkeit, minimiert Falten und Hyperpigmentierungen
  • Stärkt die Hautbarriere: die Haut ist weniger anfällig gegenüber internen und externen Agressoren und wird widerstandfähiger
  • Optimiert Feuchtigkeitshaushalt der Haut: bindet Feuchtigkeit aus der Luft auf der Haut und dient somit als Feuchtigkeitsspender, die Haut kann ihre Feuchtigkeit besser halten und der transepidermale Wasserverlust (TEWL) nimmt ab, die Haut ist besser mit Feuchtigkeit versorgt. Das Feuchtigkeitsbindevermögen ist dabei sogar höher als das von Glycolsäure. Verglichen mit anderen Säuren, hat Lactobionsäure (ebenfalls ein PHA) die höchsten feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften.
  • Wirkt gegen unreine Haut: Die Säure ist anti-komedogen, reduziert die Porengröße, ist anti-bakteriell und leicht schälend.

Zusammenfassend kann man also sagen: Gluconolacton ist antioxidativ, anti-aging, stärkt die Hautbarriere und wirkt gegen Unreinheiten. Damit ist es in allen wichtigen Bereichen stark, die für eine schöne Haut wichtig sind.

Für die beste Wirksamkeit sollten Produkte mit Gluconolacton, analog zu anderen Säuren, sauer formuliert sein (pH-Wert zwischen 3,5-4,0). Gängige Konzentrationen in Produkten reichen von 3%-15%, wobei selbst hohe Konzentrationen nicht als hautreizend gelten.

 

Für wen ist Gluconolacton geeignet?

Das Tolle ist: für absolut jeden Hauttyp! Denn es ist selbst in höheren Konzentrationen noch sehr sanft. Zusätzlich unterstützt die Säure sogar die eigene Hautbarriere. Und es macht die Haut nicht lichtempfindlich, im Gegenteil denn durch eine gestärkte Barriere ist die Haut widerstandsfähiger.

Diese sanfte Säure kann sogar bei Hauttypen eingesetzt werden, die sonst keine Säuren in Kosmetik verwenden können. Dazu zählen z.B. sehr empfindliche Hauttypen, bei Neigung zu Gefäßschwäche wie Couperose, atopische Hauttypen und barrieregestörte Haut. Aber auch Häute, die bei regulären Säuren wie Glycolsäure oder Salicylsäure immer mit starken Nebenwirkungen reagiert haben.

Dadurch das Gluconolacton eine anti-aging Wirkung hat und zusätzlich gegen unreine Haut wirkt, ist sie auch perfekt bei Neigung zu Erwachsenenakne geeignet.

 

Fazit

Gluconolacton ist die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Polyhydroxy Säure. Sie ist für jeden Hauttyp geeignet, selbst für empfindlichste Haut. Die Wirkung steht der von Glycolsäure, trotz der sanften Wirkung, in nichts nach.

Diese sanfte Polyhydroxy Säure ist antioxidativ, anti-aging, barrierestärked, wirkt gegen Unreinheiten und optimiert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Damit schafft Gluconolacton es, die Haut auf unterschiedlichsten Ebenen wirklich sichtbar zu verschönern.

 

Quellen

Pubchem

A comparative study of gluconolactone versus benzoyl peroxide in the treatment of acne

Glucono-1,5-lacton

Cosmeceuticals – Procedures in cosmetic dermatology by Zoe Diana Draelos (S. 105-107)

Serum mit Gluconolacton

Clear Skin Treatment Face Serum

Wir haben ein Spezialserum entwickelt, welches Gluconolacton und weitere PHA wie Lactobionsäure enthält: Clear Skin Treatment Face Serum

Das Serum ist perfekt:

  • für jeden Hauttyp
  • für reinere und ebenmäßigere Haut
  • gegen Spätakne, also unreiner Haut im Erwachsenenalter

Neben PHA sind weitere tolle Wirkstoffe enthalten:

  • niedermolekulare Hyaluronsäure
  • Niacinamide (Vitamin B3)
  • Bioflavonoide
  • Linolsäure und Linolensäure
  • Liposome

Es ist feuchtigkeitsspendend, wirkt Hautalterung entgegen, unterstützt die eigene Hautbarriere und macht die Haut nicht lichtempfindlich. 

Duftstoffe in Kosmetik

Frauen benützen Parfüm, weil die Nase leichter zu verführen ist als das Auge (Jeanne Moreau).

Mit dieser Aussage hatte die französische Schauspielerin nicht ganz unrecht. Auch in Hautpflege wollen wir unsere Sinne mit Düften verführen – für das gute Gefühl.

Aber was wenn ich dir sage, dass Duftstoffe und Parfüme in Hautpflege im schlimmsten Fall deiner Haut sichtbar schaden können?

Die Hintergründe erläutere ich ausführlich im Artikel.

 

Das steckt drin

„Parfum“, „Fragrance“, „Aroma“ oder „Flavour“, dies sind alles offizielle Bezeichnungen für Duftstoffe welche du auf Kosmetikverpackungen finden kannst.

Hinter diesen unscheinbaren 4 Wörtern werden mehr als unglaubliche 3.000 (!) einzelne Inhaltsstoffe zusammengefasst. Einzelne Parfümkomposition in einem Kosmetikprodukt enthalten wiederum 20-50 unterschiedlichste Stoffe, teilweise auch bis zu 200.

Parfüm ist also nicht immer gleich Parfüm und die Zusammensetzung der einzelnen Inhaltsstoffe in Kosmetik ist damit völlig unklar.

 

Parfümfrei ist nicht immer parfümfrei. Wie kann das sein?

Die Aussage „parfümfrei“ ist für Kosmetikmarken verkaufsfördernd und somit sehr beliebt. Mit dieser Aussage werden Käufer allerdings nicht selten in die Irre geführt. Zu diesem Ergebnis kam auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Problematisch ist, dass trotz der Aussage „parfümfrei“ dennoch Duftstoffe in den Produkten vorhanden sein können. Denn sobald der Inhaltsstoff noch einen anderen Einsatzzweck als „parfümierend“ hat, darf dieser in seiner anderen Funktion aufgeführt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: es steht parfümfrei drauf aber es ist trotzdem „Parfüm“ drin.

Ein konkretes Beispiel: Farnesol ist ein blumiger, an Maiglöckchen erinnernder Duftstoff. Er zählt zu den deklarationspflichtigen Duftstoffen, muss also auf der Kosmetikverpackung immer unter seiner INCI-Bezeichnung „Farnesol“ angegeben werden. Und das ist so, weil er als potentes Allergen gilt. Neben der parfümierenden Wirkung wird Farnesol aber auch als Lösungsmittel eingesetzt – und das führt dazu, dass das Produkt mit „parfümfrei“ werben kann selbst wenn Farnesol enthalten ist. Farnesol muss zwar auf der Verpackung separat angegeben werden, aber wusstest du bist jetzt das Farnesol ein Duftstoff ist? Der normale Verbraucher weiß das nicht.

Die Analyse vom BVL zeigte: jedes fünfte Produkt mit der Kennzeichnung „parfümfrei“ enthielt dennoch Duftstoffe. Und das kann vor allem für Allergiker ein Problem sein. Als Verbraucher bleibt dir unter dieser Regelung nichts Anderes übrig, als die Inci-Liste auf jedem Produkt sorgfältig zu prüfen.

 

Auslöser von Kontaktallergien

Duftstoffe zählen nach Nickel zu den zweithäufigsten Auslösern von Kontaktallergien. Etwa jeder Fünfte reagiert mit Allergien oder Unverträglichkeiten auf Produkte mit Duftstoffen.

Besonders häufig kam es bei den folgenden 26 Duftstoffen zu allergischen Reaktionen, weshalb in einer Änderung der EU-Kosmetikrichtlinie 2003 beschlossen wurde, dass diese separat auf der Verpackung anzugeben sind. Dazu zählen:

  • Amyl cinnamal
  • Anise alcohol
  • Amylcinnamyl alcohol
  • Benzyl benzoate
  • Benzyl alcohol
  • Benzyl cinnamate
  • Benzyl salicylate
  • Citronellol
  • Cinnamyl alcohol
  • Farnesol
  • Cinnamal
  • Hexyl cinnamal
  • Citral Butylphenyl methylpropional
  • Coumarin
  • Limonene
  • Eugenol
  • Linalool
  • Geraniol
  • Methyl 2-octynoate
  • Hydroxycitronellal
  • Alpha-isomethyl ionone
  • Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde
  • Evernia prunastri extract
  • Isoeugenol
  • Evernia furfuracea extract

Diese Stoffe müssen nur dann separat aufgeführt werden, wenn sie in den folgenden Konzentrationen im Produkt enthalten sind:

  • Ab 0,001 % in Produkten, welche auf der Haut verbleiben (sogenannte leave-on Produkte)
  • Ab 0,01% in Produkten, welche abgewaschen oder abgespült werden (sogenannte rinse-off Produkte)

Weitere Informationen findest du hier.

 

Aber: es gibt noch andere bedenkliche Duftstoffe!

Leider ist die Liste der deklarationspflichtigen Duftstoffe noch lange nicht „perfekt“. Es gibt noch so einige potenziell allergisierende Duftstoffe die sich noch in der Sammelbezeichnung „Parfum“ verstecken.

Das findet auch das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety, ein wissenschaftlicher Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission). Aus diesem Grund hat der Ausschuss eine ausführliche Abhandlung veröffentlicht, welche Stoffe neben den bereits deklarationspflichtigen ebenfalls als bedenklich einzustufen sind. Das Dokument findest du hier.

Man kann nur hoffen, dass sich die Richtlinie in naher Zukunft erweitert und weitere bedenkliche Duftstoffe ergänzt werden.

 

Hautreizungen

Nicht immer kommt es bei Duftstoffen zu einer offensichtlichen allergischen Reaktion mit Ausschlag oder Ekzem – Unverträglichkeiten können sich auf deiner Haut auch sehr leise und unbemerkt anbahnen.

Ist deine Haut scheinbar grundlos empfindlich, gerötet, gereizt, schuppig oder auch unrein kann dies ein Zeichen für eine unentdeckte Unverträglichkeit sein. In so einem Fall solltest du die Verwendung von Duftstoffen kritisch hinterfragen.

 

Hyperpigmentierungen

Neben Allergien, Unverträglichkeiten und Hautreizungen können auch Pigmentstörungen eine Folge parfümierter Kosmetik sein (Vorsicht bei braunen Augenringen!).

Vor allem, weil Duftstoffe zu einer Photosensibilisierung der Haut führen können. Das bedeutet: einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlung. Daraus resultiert ein schlechterer Eigenschutz der Haut, im schlimmsten Fall mit dauerhaften Hyperpigmentierungen als Folge.

Besondere Vorsicht ist auch bei Sonnenschutzprodukten geboten. Einige Duftstoffe verändern sich chemisch unter Sonnenstrahlung und können phototoxisch wirken, was wiederum auch die Gefahr von Pigmentstörungen erhöht. Auf Duftstoffe in Sonnencremes solltest du konsequent verzichten.

 

Synthetische oder natürliche Duftstoffe?

Duftstoffe können sowohl natürlicher Herkunft sein als auch synthetisch nachbildet werden.

Natürlicherweise kommen Duftstoffe in Form ätherischer Öle vor. Da die meisten ätherischen Öle stark haut- und schleimhautreizend wirken, werden sie in Parfümkompositionen mit Alkoholen oder Wasser verdünnt. Die Herstellung natürlicher Duftstoffe ist recht aufwändig und teuer. Daher werden bereits viele Duftstoffe auf synthetischem Wege hergestellt. Konventionelle Parfümkompositionen sind fast immer Mischungen aus natürlichen und synthetischen Duftstoffen.

In Hautpflegeprodukten macht die Form, natürlich oder synthetisch, keinen Unterschied auf die hautreizende Wirkung. Die oben aufgeführte Liste der 26 deklarationspflichtigen Duftstoffe verdeutlicht es: von 26 gelisteten Stoffen kommen nahezu die Hälfte natürlicherweise in ätherischen Ölen vor.

Ein besser oder schlechter gibt es in diesem Fall also nicht, da beide Formen für Hautpflege kontraproduktiv sind.

 

Mein Fazit

Hautpflege soll genau das tun was der Name vermuten lässt – pflegen. Da Duftstoffe potenziell reizen (und leider wird dies zu oft einfach nicht bemerkt), zu Pigmentflecken führen können oder Allergien und Unverträglichkeiten auslösen haben sie meiner Meinung nach in sinnvoller Hautpflege nichts verloren.

Sie dienen keinem anderen Zweck „als dem guten Gefühl“ – und darauf kannst auch du deiner Haut zuliebe sicherlich verzichten.

Natürlich ist Duft toll, denn er kann unsere Stimmung gezielt beeinflussen. Verwende statt in Hautpflege Parfüm im Haar oder an Kleidung und du bist auf der sicheren Seite ohne auf das tolle Gefühl verzichten zu müssen.

 

Quellen

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Bundesinstitut für Risikobewertung

Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel

Stiftung Warentest – Parfümfreie Kosmetika: In vielen Produkten sind Duft­stoffe

Wunderwirkstoffe: Hyaluronsäure

Wunderwirkstoff Hyaluronsäure

Nur 1 Gramm dieses Wunderwirkstoffs ist in der Lage, ganze 6 Liter Wasser an sich binden.

Es gibt kaum einen Inhaltsstoff der so effektiv ist: Hyaluronsäure in Kosmetik.

Heute erkläre ich dir, was genau dieser Wunderwirkstoff für dich tun kann und wie du ihn bestmöglich in deiner Hautpflege einsetzten kannst.

 

Was ist Hyaluronsäure?

Du kennst diesen Wirkstoff wahrscheinlich entweder als Filler durch die Injektion beim Arzt oder zum Auftragen in Form von Hyaluronsäure-Creme oder -serum.

Was du aber vielleicht nicht weißt: Hyaluronsäure ist auch ein natürlicher und sehr wichtiger Bestandteil unseres Körpers, besonders unserer Haut.

50 % des gesamten Hyaluronsäuregehalts unseres Körpers befindet sich in Dermis und Epidermis (mittlere und oberste Hautschicht).

Der Name Hyaluronsäure leitet sich von griechischen Wort hyaloid („gläsern“) und dem enthaltenen Bestandteil Glucuronsäure ab.

Als Gelbildner unserer extrazellulären Matrix sorgt Hyaluronsäure unter anderem für Feuchtigkeitsspeicherung und Volumen in der Dermis.

Das funktioniert durch die negativen Ladungen innerhalb des Moleküls: diese stoßen sich ab und führen zu einem „knäulen“. In diesen Hohlräume können, vergleichbar mit einem vollgesogenen Schwamm, große Mengen an Wasser eingelagert werden.

 

Das tut Hyaluronsäure alles für deine Haut

Nur 1 Gramm ist in der Lage, unglaubliche 6 Liter Wasser an sich binden.

Dein Augapfel beispielsweise besteht zu 2% aus HS mit bis 98% gebundenem Wasser.

Das zeigt auch das enorme Potenzial von Hyaluronsäure in Kosmetik und Hautpflege.

Das hohe Wasserbindevermögen sorgt für die Hydratation der Haut: Hyaluronate geben ihren Hydratmantel erst nach ca. sechs Stunden ab und sind damit sehr effektive Befeuchter.

Studien konnten feststellen, dass Hyaluronsäure auch die Fibroblasten in den unteren Hautschichten stimuliert. Die Neubildung von Kollagen und Elastin wird demnach angeregt und das Hautgerüst in Aufbau und Stabilisierung unterstützt.

Zusätzlich wirkt HS hautglättend, leicht filmbildend und schützend. Feine Fältchen werden durch die Verwendung sichtbar gemildert.

Die Verträglichkeit ist sehr hoch, da es sich bei der Ursprungsform um eine körpereigene Kohlenwasserstoffverbindung handelt. Allergien oder Unverträglichkeiten gegen die heute verwendete Hyaluronsäure sind praktisch nicht bekannt.

 

Nicht jede Hyaluronsäure ist gleichgut geeignet.

Hyaluronsäure ist nicht gleich Hyaluronsäure.

Unterschieden wird in der Kosmetikindustrie vor allem zwischen den unterschiedlichen Größen der Moleküle.

 

Große (hochmolekulare) Moleküle

Diese Art wird am häufigsten eingesetzt. Durch die Größe des Moleküls kann die Hyaluronsäure nicht in die Haut penetrieren (eindringen).

Trotzdem wirkt sie filmbildend, feuchtigkeitsbewahrend und schützend- ebend nur auf der Hautoberfläche.

Der Effekt bleibt, da auf der Oberfläche, nur kurzfristig erhalten.

Große Moleküle sind deutlich günstiger als die niedermolekulare Variante.

 

Kleine (niedermolekulare) Moleküle, auch Hyaluronsäure Fragmente (HAF) genannt

Diese Moleküle sind besonders klein (unter 25.000 Dalton) und damit in der Lage in die Hautschichten einzudringen. Dort docken sie an die Rezeptoren der Zellen und erhöhen die eigene Hyaluronsäureproduktion.

Für anti-aging ist diese Art der Hyaluronsäure besser geeignet, denn durch die tiefer im Gewebe gebundene Feuchtigkeit wirkt die Haut straff und prall. Sogar feine Fältchen können so „aufgepolstert“ werden.

Niedermolekulare Hyaluronsäure wird meist in höherpreisigen Produkten verwendet, da sie teurer ist.

 

So wird Hyaluronsäure in Kosmetik am besten eingesetzt

Mit steigendem Alter sinkt, wie so vieles, auch unser hauteigener Hyaluronsäuregehalt allmählich ab.

Während der Gehalt bei 19 – 47-Jährigen noch 0,33% beträgt, sinkt er bei 60-Jährigen auf 0,015% und bei 70-Jährigen sogar auf nur noch 0,007%. Im Vergleich zu einer 19jährigen hat eine 70jährige Frau damit eine um 98% geringere HS-Konzentration.

Folge ist ein verringertes Feuchtigkeitsbindevermögen, welches zu trockener, rauer Haut, dem Einsinken der Hornschicht (Stratum corneum) und verminderter Elastizität und Spannkraft führt. Sichtbar werden vor allem unliebsame Falten.

Hyaluronsäure wurde in die Beitragsserie „Wunderwirkstoffe“ aufgenommen. Nicht zu unrecht: Hyaluronsäure kann wirklich bei jedem Hauttyp und für jedes Alter eingesetzt werden.

Für junge Haut ist besonders die schützende Filmbildung der hochmolekularen Hyaluronsäure interessant. Diese schützt präventiv vor Austrocknung und verhindert, dass zuviel Feuchtigkeit verdunstet. Die Haut wird zuverlässig mit Feuchtigkeit versorgt. Feuchtigkeitsarme Haut ist sehr weit verbreitet: einen Tipp von mir, wie du erkennst ob du auch betroffen bist, findest du zusätzlich auf kaufberater.io.

Für anti-aging Zwecke hat sich die niedermolekulare Hyaluronsäure bewährt: diese dringt in die Haut ein und bindet dort die Feuchtigkeit, was zur Minimierung von feinen Fältchen führt und die Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt. Zudem wird die eigene HS-Produktion gesteigert.

Besonders eine stark ausgetrocknete Haut mit gestörter Barriereschicht kann von Hyaluronsäure stark profitieren.

Auch retardverkapselte Hyaluronsäure (Spheren) ist sehr effektiv: es wird eine Art Depot aufgebaut, welches über einen gewissen Zeitraum nach und nach an die Haut abgegeben wird.

Generell kann gesagt werden, dass die Verfügbarkeit in Gelen, Ampullen und wässrigen Seren größer ist als in reichhaltigen Cremes, daher sollte man sie bevorzugt durch diese verwenden.

 

Wie wichtig ist die %-Zahl wirklich?

Je mehr desto besser – das könnte man meinen. Und auch die Hersteller von Hyaluronsäure Produkten werben gerne mit Konzentration von 10% und 20%.

Hierbei handelt es sich dann allerdings schon um eine Mischung zum Hyaluronsäure-Gel (Hyaluronsäure und Wasser zusammen).

In der Regel enthalten diese Gel nicht mehr als 1 % Trockensubstanz, d.h. eine eigentliche Hyaluronsäurekonzentration von 0,1% – 0,2%.

 

Fazit

Ein Inhaltsstoff, den man unbedingt für sich entdecken muss.

Die zahlreichen Vorteile der Verwendung von Hyaluronsäure in Kosmetik fassen wir kurz zusammen:

  • bindet intensiv Feuchtigkeit, für gut versorgte Haut
  • wirkt ausgleichend auf Hyaluronsäurespiegel
  • fördert gesunde, feste Haut
  • unterstützt die Stärkung der elastischen Kollagenfasern
  • verlangsamt Alterungsprozess der Haut
  • reduziert Fältchenbildung
  • wirkt glättend, Haut fühlt sich zarter und glatter an
  • sehr hohe Verträglichkeit da körpereigene Substanz
  • gegen Volumenverlust in der Dermis
  • kann bei jedem Hauttyp und jedem Alter eingesetzt werden.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Wunderwirkstoff Hyaluronsäure gemacht?

 

Quellen:

Olionatura

Studie „The role of the conformational profile of polysaccharides on skin penetration“

Kosmetische Praxis 2008 (4), 16-18 „Hyaluronsäure – ein legendärer Wirkstoff“

Studie „Efficacy of cream-based novel formulations of hyaluronic acid of different molecular weights in anti-wrinkle treatment.“

PTA Forum