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Sarah White

Hautkrebs vorbeugen und erkennen: Tipps und Tricks

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Hautkrebs zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Doch wie erkennt man erste Warnzeichen und wie lässt sich Hautkrebs wirksam vorbeugen? In diesem Gastartikel von Dr. Catharina Shab erfährst du, welche Risikofaktoren die Haut belasten, worauf du bei Muttermalen achten solltest und warum Sonnenschutz eine entscheidende Rolle spielt.

Inhalt

In diesem Gastartikel geht es um eine sehr wichtiges Thema: Hautkrebs. Wie lässt sich Hautkrebs frühzeitig erkennen und bestmöglich vorbeugen? Frau Dr. Catharina Shab ist Fachärztin für Dermatologie und Expertin für Hautkrebs.

 Sie veröffentlichte zum Thema bereits mehrere Artikel für nationale und internationale Fachzeitschriften sowie Fachbücher – und gibt dir in diesem Artikel nun Tipps und Tricks, um Hautkrebs zu erkennen und vorzubeugen. In ihrer Praxis in Frankfurt bietet Sie Leistungen der klassischen und operativen Dermatologie sowie der Ästhetik an.

Unsere Haut muss nicht nur richtig gepflegt, sondern auch vor UV-Strahlen geschützt werden. Weil jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko erhöht, ist die richtige Vorsorge entscheidend. Woran du denken solltest und wie du verdächtige Stellen selbst erkennst, verrät dir Frau Dr. Shab in diesem Artikel.

Dr Catharina Shab web 20180204

So schützt du dich vor der Sonne

Winterhaut ist sehr empfindlich, weil sie die Sonne nicht mehr gewöhnt ist. Besonders im Skiurlaub ist Sonnenschutz Pflicht, denn die Kraft der Sonne nimmt durch die Reflexion im Schnee zu. Neigt die Haut generell zu Sonnenbrand, ist auch im Alltag eine Tagescreme mit geringem Lichtschutzfaktor zu empfehlen.

Der sogenannte Lichtschutzfaktor gibt an, inwiefern die Creme den Eigenschutz der Haut verlängert. Blasse Haut, die nur zehn Minuten unbeschadet in der Sonne sein kann, hält den UV-Strahlen dank einer Creme mit LSF 20 um das 20-Fache stand. In diesem Fall also 200 Minuten. Allerdings sollte man dieses Limit nicht ausreizen.

Fast jeder fünfte Deutsche gehört zum dritten Hauttyp: Ihn kennzeichnen ein hellbrauner Teint, dunkelblonde bis braune Haare und braune Augen. Lichtschutzfaktor 15 bis 25 eignet sich in diesem Fall. Sind Haut, Haare und Augen heller, darf es ruhig eine Creme mit LSF 30 bis 50 sein. Für mediterrane Typen reicht Lichtschutzfaktor 6 bis 10.

Trage die Sonnencreme großzügig auf, vor allem im Gesicht, an den Schultern und im Dekolleté. Lasse das Produkt kurz einwirken, bevor du ins Wasser springst. Vergesse auch nicht, regelmäßig nachzucremen, um die Wirkung aufrechtzuerhalten. Ansonsten trage am besten luftige, lange Kleidung und meide die Mittagshitze.

Bei Verdacht auf Hautkrebs: Was kann ich selbst tun?

UV-Strahlung kann die DNA schädigen und zur Tumorbildung führen. Am bekanntesten ist der schwarze Hautkrebs, der besonders gefährlich ist. Er bildet Tochtergeschwüre und sollte daher möglichst früh erkannt werden.

Das sogenannte maligne Melanom kann auf den ersten Blick harmlosen Pigmentflecken ähneln. Bei näherem Hinsehen zeigen sich aber häufig atypische Merkmale. Die ABCDE-Regel fasst sie zusammen:
– Asymmetrie
– Begrenzung (unscharfe Ränder)
– Color (verschiedene Farbtöne)
– Durchmesser (über 2 Millimeter)
– Erhabenheit

Um auch den Nacken, die Rückseite der Arme, die Genitalien und die Fußsohlen zu kontrollieren, nutzt du am besten einen Handspiegel. Findest du Auffälligkeiten, solltest du deinen Hautarzt aufsuchen.

Weitaus häufiger als das maligne Melanom ist allerdings der helle oder weiße Hautkrebs. Alle 10 bis 15 Jahre verdoppeln sich die Neuerkrankungsraten. Dazu gehören das Plattenepithelkarzinom (Spinalzellkarzinom) und das Basalzellkarzinom. Das Plattenepithelkarzinom beginnt als kleine Veränderung auf der Haut, die häufig verhornt oder schuppig ist. Gesicht, Hände und Nacken sind besonders häufig von dieser Art des weißen Hautkrebses betroffen, da sie direkt der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Das Basalzellkarzinom kann als kleiner, porzellanfarbener Knoten auftreten, der von winzigen Blutgefäßen durchzogen ist. Im Lauf der Zeit entsteht eine Mulde mit welligem Rand.

Wenn du ungewöhnliche Veränderungen bemerkst, hilft dir dein Hautarzt weiter. Je früher Hauttumore erkannt werden, desto größer sind die Heilungschancen.

Wie läuft die Untersuchung beim Hautarzt ab?

Über 35-Jährige können alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen, das die Krankenkassen übernehmen. Aber auch vorher kann eine Untersuchung sinnvoll sein, zum Beispiel wenn Familienmitglieder bereits Hauttumore hatten, du viele Leberflecken hast oder häufig sonnenbadest.

Nach einem kurzen Gespräch über mögliche Vorerkrankungen und Risikofaktoren untersucht der Dermatologe alle Hautareale inklusive der Schleimhäute. Viele Ärzte nutzen auch die moderne Auflichtmikroskopie. Damit können sie Muttermale stark vergrößert betrachten und am Computer abspeichern. So fällt es leichter, mögliche Veränderungen zu überwachen.

Wenn du nur mit UV-Schutz in die Sonne gehst, deine Haut immer wieder selbst untersuchst und regelmäßig das Hautkrebs-Screening wahrnimmst, hast du viel für deine Vorsorge getan.

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Ich bin Doktorandin der Dermatologie, Medizinstudentin, staatlich geprüfte Kosmetikerin und Gründerin von iluqua. Seit über 15 Jahren helfe ich Menschen dabei, ihre Haut besser zu verstehen. Denn wenn du weißt, was deine Haut wirklich braucht, musst du dich nicht länger auf Trends, Marketingversprechen oder Zufall verlassen. Du kannst deine Haut gezielt unterstützen und dich wieder wohl in ihr fühlen.

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