Pegs In Kosmetik

Inhaltsstoffe unter der Lupe: PEGs in Kosmetik

Kaum ein Inhaltsstoff neben Wasser und Öl wird so häufig in Kosmetik eingesetzt wie die sogenannten PEGs (Polyethylenglycole).

Man findet sie so ziemlich in jedem konventionellen Produkt unter anderem als Tensid, Emulgator oder Feuchthaltemittel.

Doch was ist dran an den Gerüchten, um die negativen Wirkungen von PEGs? Und wie vorsichtig sollten wir PEGs wirklich einsetzen?

Polyethylenglycole – flexibel und günstig. Ist das wirklich gut?

PEGs in Kosmetik sind synthetische Rohstoffe und haben schier unendliche Eigenschaften und Wirkungen – ganz abhängig von der individuellen chemischen Struktur.

Der Grundbaustein von PEGs ist das Ethylenoxid, welches sich an Alkohol, Wasser und Carbonsäure anlagern kann – dadurch entstehen dann ganz unterschiedlich lange Ketten.

Ethylenoxid und Wasser beispielsweise werden zu Ethylenglykol, auch als „Frostschutzmittel“ bekannt.

Laureth-9 wird in der Dermatologie als Lokalanästhetikum eingesetzt und in Kosmetikprodukten als Emulgator.

Je nach Kettenlänge ergeben sich ganz unterschiedliche Eigenschaften.

Dies ist auch, neben dem günstigen Preis, der Grund, warum PEGs gerne in konventioneller Kosmetik eingesetzt werden: sie können sowohl als Tensid, Lösungsvermittler, Emulgator, Rückfetter oder Feuchthaltemittel eingesetzt werden.

Alles in allem ein sehr günstiger und äußerst flexibler Inhaltsstoff. Was will man als Hersteller von Kosmetik mehr, oder?

Tensid, Feuchthalter oder Emulgator? Und was ist jetzt so verkehrt an PEGs in Kosmetik?

PEGs können von unserer Haut nicht abgebaut werden, da sie synthetisch sind: Sie bleiben nach dem Auftragen durch unsere tägliche Creme auf der Hautoberfläche.

Und hier kommt dann der sogenannte „Auswascheffekt“ zustande: Beim Gesichtwaschen lösen sie als Emulgator unsere hauteigenen Schutzschicht mit ab, trocknen unsere Haut zusätzlich aus und setzen die eigentliche Barriere für weitere Schadstoffe herab.

Besonders bemerkbar macht sich dies bei atrophischer und trockener Haut, wo die hauteigene Regeneration bereits vermindert ist.

Ist deine Haut also permanent trocken, egal wie viel Creme du auch verwendest, lohnt sich höchstwahrscheinlich ein Wechsel auf ein PEG-freies Produkt.

PEGs sind zudem extrem Sauerstoff empfindlich – zusammen mit UV-Licht oder Spuren von Metall bilden sie hochreaktive Hydroperoxide.

Diese Hydroperoxide sind sehr aggressiv und auch der gefürchtete Auslöser der Mallorca-Akne.

Besondere Vorsicht in Bezug auf die Verwendung von PEGs ist daher bei Sonnenschutzmitteln und Make-up mit Pigmenten aus Eisenoxid geboten, denn diese Kombinationen wirken auf unsere Haut sehr aggressiv.

So erkennt ihr PEGs in Kosmetik

PEGs in Kosmetik können recht einfach enttarnt werden: viele beginnen direkt mit PEG und sind damit eindeutig gekennzeichnet.

Andere enden auf –eth wie das bekannte Tensid Sodium Laureth Sulfate, welches in nahezu allen konventionellen Reinigungsprodukten wie Seife, Shampoo etc. eingesetzt wird.

Fazit

PEGs in Kosmetik haben besonders für den Hersteller der Kosmetik Vorzüge, weniger für den Verwender.

Auf lange Sicht oder bei bereits problematischen Typen wie empfindliche Haut, sollte man Alternativen in Erwägung ziehen.

Leider ist es schwierig, Kosmetikprodukte ohne PEGs zu finden – es gibt gute Alternativen zu diesen Inhaltsstoffen, die häufig allerdings hauptsächlich in Biokosmetik verwendet werden.

Quellen

Inhaltsstoffe unter der Lupe: PEGs in Kosmetik
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Sarah White

ist leidenschaftliche Beauty Bloggerin und verhilft dir mit viel Expertenwissen zu einer schöneren Haut. In Ihren Artikeln klärt Sie auf über die Ungereimheiten der Beauty Industrie, die effektivsten Wirkstoffe und welche Produkte du besser im Regal stehen lässt. Hier kannst du kostenlos Ihren Guide zum Kosmetik kaufen ohne Reue herunterladen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Sarah :) Pegs versuche ich schon seit einger Zeit zu meiden. Ich habe auch das Gefühl, dass sie meine Haut auf Dauer eher austrocknen. Leider gibt es wenig Produkte die man so ohne Pegs kaufen kann. Sandra

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