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Sonnenschutz Web 20170430

Sonnenschutz für das Gesicht – der wohl wichtigste Schutz vor Hautalterung

Jedes Jahr sobald der Sommer naht, ist das Thema Sonnenschutz wieder präsent.

Schließlich macht man sich im Winter und Frühling keine großen Gedanken um Hautschutz, denn die Sonne scheint kaum und Sonnenbrand ist dadurch auch eher unwahrscheinlich.

Aber wusstest du, dass 80 % der Hautalterung überhaupt erst durch Sonneneinstrahlung entsteht? Und dabei ist es eben genau nicht die Strahlung die wir bewusst wahrnehmen können.

Es ist die Strahlung, die selbst bei wolkigem Himmel und durch Fenster dringt. Die Strahlung, der wir uns tagtäglich fast unbemerkt aussetzen.

Grade deshalb ist der tägliche Sonnenschutz für das Gesicht so wichtig.

Sonnenschutz– einer unserer wichtigsten Begleiter im anti-aging

Um Hautalterung möglichst zu verzögern macht es Sinn, tagtäglich einen Sonnenschutz für das Gesicht in seine Pflegeroutine einzubauen. Besonders wenn man sich die erwähnten 80 % vor Augen hält.

Lichtbedingte Hautalterung führt zu einer vermehrten Bildung von Falten und Pigmentstörungen sowie schlafferer Haut.

Dieses Video zeigt ganz eindrucksvoll die ersten Veränderungen der Haut durch UV-Licht:

Je früher wir also mit täglichem Sonnenschutz starten, desto besser. Hier gilt ganz klar: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

In diesem Artikel widmen wir uns dem Sonnenschutz speziell für das Gesicht: dieser muss nicht nur praktisch sein (tagtägliche Verwendung, am besten ohne nachcremen), sondern auch angenehm in der Konsistenz (nicht pappig und klebrig) und besonders effektiv für diese empfindliche Körperzone.

Sonnenstrahlung – das musst du wissen

2 Strahlungsarten sind von besonderer Bedeutung für unsere Haut, vor allem wenn wir einen wirklich guten Sonnenschutz kaufen wollen.

Sonnenschutz_fuer_das_gesicht_strahlungsarten

UVB- Strahlung (Merkhilfe: B = Bräunung)

  • tiefe und langsame Bräunung
  • sorgt für eine Verdickung der Haut (Lichtschwiele)
  • hauptsächlich bei direkter Sonneneinstrahlung
  • bemerkbar durch Wärmeentwicklung auf der Haut
  • gelangt nicht so tief in die Haut

UVA-Strahlung (Merkhilfe: A = Alterung)

  • sorgt für schnelle aber sehr oberflächliche Bräunung
  • auch unbemerkt immer da (selbst bei wolkigem Himmel, im Winter, durch Fenster hindurch)
  • gelangt tief in die Haut
  • zellschädigend
  • mit der Hauptverursacher von Pigmentstörungen
  • der Hauptgrund für „Photoaging“ (also durch Licht vorzeitig gealterte Haut)

Beide Strahlungsarten begünstigen bei zu starker und häufiger Exposition die Entstehung von Hautkrebs.

Sonnenschutz für das Gesicht – der tagtägliche Begleiter

Durch mehrere Studien konnte bereits belegt werden, wie effektiv der richtige Sonnenschutz vor Hautalterung schützt. Dafür ist eine tagtägliche Verwendung notwendig.

Nicht jeder Sonnenschutz schirmt aber beide Strahlungsarten ab.

UVB-Strahlung: SPF

Sonnenschutz für das Gesicht UVB

Die meisten erhältlichen Sonnencremes haben einen UVB-Schutz: den SPF.

SPF steht für „Sun Protection Factor“ und misst, wie gut ein Produkt vor UVB-Strahlen schützt.

Kannst du beispielsweise ungeschützt 10 Minuten ohne Sonnenbrand in der Sonne verbringen, erhöht sich dieser Zeitraum mit SPF 15 auf 150 Minuten. Dieses Verhältnis ist natürlich auch abhängig vom jeweiligen Hauttyp.

Sonnenschutzprodukte für das Gesicht sind meist in den Abstufungen SPF 15, 20, 30 oder 50 erhältlich.

Ein SPF von 15 filtert dabei schon etwa 93 % der UVB-Strahlen, SPF 30 wiederrum ca. 97 % und SPF 50 ca. 98 % der UVB-Strahlen.

Die Unterschiede in der Schutzwirkung, wenn man z.B. SPF 30 mit SPF 50 vergleicht, verlieren sich also ab einem gewissen Punkt.

Wichtig für den vollen Schutz ist immer die verwendete Menge: diese sollte 2mg pro 2 qm Haut betragen. Verwendest du weniger, nimmt auch die Schutzwirkung entsprechend ab.

Als Faustregel gilt: ein täglicher Sonnenschutz für das Gesicht von mindestens SPF 15 ist Pflicht, wenn man sich bestmöglich schützen möchte.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich selten auf die notwendige Menge komme. Sonnenschutz im Gesicht fühlt sich sonst einfach nicht mehr angenehm an.

Bist du dir also auch unsicher bezüglich der verwendeten Menge, greif lieber zu einem höheren SPF wie 50.

UVA-Strahlung: PPD, PA oder Breitband

Sonnenschutz für das Gesicht UVA

UVA-Schutz ist nicht anhand des SPF erkennbar – es gibt sogar viele Sonnenschutzmittel komplett ohne UVA-Filter.

Wie du grade anhand der Strahlungsarten gesehen hast, ist aber besonders der UVA-Schutz zur Vorbeugung gegen Hautalterung wichtig.

Es gibt keinen internationalen Standard für die Deklaration von UVA-Schutz, aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: UVA-Filter erkennt man an der Bezeichnung „Breitbandschutz“, PPD oder PA (PA+, PA++, PA+++).

Hier ist man auf die Angaben der Verpackung angewiesen, ansonsten ist es schwierig den UVA-Schutz auf den ersten Blick zu erkennen.

Sind PA oder PPD angegeben, gelten folgende Werte:

  • PA+ = PPD 2-4
  • PA++ = PPD 4-8
  • PA+++ = PPD 8 und höher

Je höher die Nummer oder Anzahl an „+“, desto stärker die UVA-Schutzwirkung.

Hier gilt: je stärker der tägliche UVA-Schutz, desto besser.

Alternativ kann man den Schutz auch selber berechnen (kurze Anmeldung notwendig).

Filter in Sonnenschutzprodukten

Wie wird die UV-Strahlung eigentlich aufgehalten oder blockiert?

Das passiert mittels sogenannter Sonnenschutzfilter – diese werden in 2 Kategorien unterteilt.

Chemische Filter

Wirkweise: ziehen ein, absorbieren das Sonnenlicht und wandeln es in Wärmeenergie um

  •  Einwirkzeit beachten: chemische Filter wirken erst nach 30 Min.
  • zersetzen sich – nachcremen etwa alle 2 Stunden erforderlich
  • viele chemische Filter stehen in Verdacht sich im Körper abzulagern, hormonell zu wirken oder allergische Reaktionen zu begünstigen
  • Produkte mit leichter Konsistenz sind gut erhältlich

Beispiele: Benzophenone-3, 4-Methylbenzylidene Camphor, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyltriazin, Octocrylene und viele weitere.

Mineralische Filter

Wirkweise: liegen auf der Haut und reflektieren das Sonnenlicht

  • wirken direkt nach dem Auftragen (keine Einwirkzeit)
  • verbleiben auf der Haut und müssen nicht erneut aufgetragen werden
  • weißeln unter Umständen und führen so optisch zu einer helleren Haut
  • Nanopartikel sind besonders klein und reduzieren das Weißeln des Produktes
  • viele Produkte haben noch eine schwere, festere Konsistenz

Beispiele: Titandioxid, Zinkoxid

Was ist besser geeignet?

Im Grunde sind mineralische Filter den meisten chemischen Filtern vorzuziehen: Hautphysiologisch gesehen sind sie einfach die bessere Wahl und der UV-Schutz ist dauerhaft auch ohne nachtragen gegeben.

Leider ist aber die UV-Schutzwirkung dieser mineralischen Filter begrenzt – vor allem UVA-Strahlung kann nur bis zu einem gewissen Punkt gefiltert werden, ohne dass das Produkt haptisch unangenehm wird.

Das bringt die chemischen Filter wieder ins Spiel.

Meist macht eine sinnvolle Kombination beider Varianten ein Produkt mit sinnvoller Schutzwirkung und gleichzeitig angenehmen Tragekomfort aus.

Fazit

Wer wirklich anti-aging will oder sich vor Hautalterung schützen möchte, fängt am besten beim täglichen Sonnenschutz an.

Hier ist vor allem eine Kombination aus UVA- und UVB-Schutz notwendig – erkennbar an der Bezeichnung Breitbandschutz.

Spezieller Sonnenschutz für das Gesicht ist mittlerweile in leichten und sehr angenehmen Konsistenten erhältlich, sodass die tägliche Verwendung nicht zur unangenehmen Last wird.

Wichtig ist daran zu denken, dass chemische Lichtschutzfilter sich zersetzen und so die Schutzwirkung nach einer gewissen Zeit aufgehoben ist. Ein regelmäßiges nachcremen ist damit für die volle Schutzwirkung zwingend notwendig.

Quellen

Sunscreen and Prevention of Skin Aging: A Randomized Trial

Wie viel UVA-Schutz kann man von Sonnenschutzmitteln mit hohem oder sehr hohem Lichtschutzfaktor erwarten?

Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln und Dermokosmetika sind sicher

There’s proof: Sunscreen reduces skin aging

Sonnenschutz für das Gesicht – der wohl wichtigste Schutz vor Hautalterung
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Sarah White

ist leidenschaftliche Beauty Bloggerin und verhilft dir mit viel Expertenwissen zu einer schöneren Haut. In Ihren Artikeln klärt Sie auf über die Ungereimheiten der Beauty Industrie, die effektivsten Wirkstoffe und welche Produkte du besser im Regal stehen lässt. Hier kannst du kostenlos Ihren Guide zum Kosmetik kaufen ohne Reue herunterladen.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Hallo Sarah, grade deine Website entdeckt und kann garnicht mehr aufhören zu lesen. Sehr spannend und extrem informativ…. Ich muss sofort einen guten Sonnenschutz haben!

    1. Hi Chali, dass freut mich sehr :) Am besten du trägst dich in unseren Newsletter ein, dann verpasst du keine Neuigkeiten mehr. Liebe Grüße Sarah

  2. Hallo Sarah! Sehr interessanter Beitrag. Ich möchte gerne wissen ob ich den Sonnenfluid vor der Tagescreme oder danach auftragen soll. LG Eva

    1. Hallo Eva,

      schön dass du iluqua entdeckt hast.

      Ob das Sonnenfluid eher vor oder nach der Tagespflege aufgetragen wird, hängt bei beiden Produkten von der Konsistenz ab.

      Nutzt du beispielsweise ein leichtes Serum als Tagespflege und dein Sonnenschutz ist etwas reichhaltiger, dann würdest du erst das Serum auftragen. Genauso andersherum: hast du ein leichtes Sonnenfluid aber eine reichhaltige Tagespflege, dann erst das leichte Sonnenfluid.

      Chemische Filter (die in den meisten Produkten enthalten sind) sollten so nah wie möglich auf der Haut liegen, da sie tatsächlich erst nach einer gewissen Einwirkzeit auf der Haut wirken.

      Liebe Grüße Sarah

  3. Danke für die Aufklärung. Wie wichtig Sonnenschutz ist, sehe ich bei meiner Mutter: jahrelang im Solarium, jetzt hat sie ledrige und sehr fleckige Haut. Im Gegensatz zu meiner Stiefmutter, die nicht ins Solarium gegangen ist und eine top Haut für ihr Alter hat. S. Mauer

  4. Liebe Sarah

    Welchen Sonneschutz empfiehlst du bei feuchtigkeigkeitsarme Haut. Ich benütze Laroche Posay Fluid als Sonneschutz auch im Winter vor der Tagescreme. Ist dies richtig :)? Hast du einen guten Tipp für einen Sonnenschutz Fluid fürs Gesicht? Habe sooooo viele Fragen ich löchere dich regelrecht :). Sorry aber finde deine Seite supi. Liebe Grüsse Cidi

    1. Liebe Cidi,

      ist doch gar kein Problem :) Ich helfe gerne!

      Ob der Sonnenschutz vor oder nach der Creme aufgetragen wird, hängt immer von der Konsistenz deiner Creme ab – bei einer leichten Tagespflege würde ich diese vor dem Sonnenschutz auftragen.

      Auch wichtig ist die Filterart deines Sonnenschutzes: chemische Sonnenfilter müssen in die Haut „einziehen“ um zu wirken, physikalische Filter wie Titandioxid müssen auf der Hautoberfläche aufliegen. La Roche Posay Produkte haben meist hauptsächlich chemische Filter wenn ich das richtig in Erinnerung habe – hier macht es also Sinn, den Sonnenschutz vor der Tagescreme zu verwenden (Ausnahme: reine Seren, die sofort einziehen, kannst du auch vorher auftragen).

      Den idealen Sonnenschutz habe ich leider selbst noch nicht gefunden, hier kann ich dir leider keine Empfehlung geben.

      Liebe Grüße
      Sarah

  5. Liebe Sarah

    Vielen Dank für deine Antwort. Fallst du die Richtige Sonnenschutzcreme findest :) teile uns das bitte mit:). Hast du kein Instagram? Wäre toll wenn ja :).

    1. Liebe Cidi,

      das mache ich gerne!

      Instagram habe ich seit kurzem, du findest mich unter iluqua.germany. Ich freue mich, wenn du mich addest :)

      Liebe Grüße
      Sarah

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