Manchmal braucht deine Haut einfach einen sofortigen Pflege-Boost.
Denn hin und wieder, du kennst das bestimmt, schreit deine Haut nach zusätzlicher Pflege. Nichts wirkt dann so effektiv und schnell wie ein Gesichtsserum.
Hochdosiert ist es im Vergleich zu anderen Produktarten besonders wirksam und dank der großen Vielfalt gibt es für wirklich jeden Hauttyp und -zustand ein perfekt passendes Produkt.
In diesem Artikel erkläre ich dir, was das Besondere am Serum ist und wie du das Konzentrat bestmöglich in deine Hautpflege Routine integrieren kannst.
Das zeichnet das Gesichtsserum aus
Bezeichnungen für das Gesichtsserum gibt es einige: Konzentrat, Elixier, Ampulle, Essenz oder Serum spiegeln alle vor allem eines wieder: höhere Wirkstoffkonzentrationen als bei allen anderen Pflegeprodukten. Und damit eine möglichst hohe Wirksamkeit.
Durch einen größeren Anteil von Wirkstoffen soll der Pflegeerfolg besonders hoch sein und es sollen schneller sicht-und fühlbare Unterschiede erzielt werden.
Der Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es gibt Seren für anti-aging, Feuchtigkeit, gegen Unreinheiten, Hautrötungen und viele weitere. Für jedes erdenkliche Hautproblem gibt es eine passende Wirkstofflösung, wodurch das Gesichtsserum grundsätzlich für jeden Hauttyp geeignet ist.
Punktgenau für gezielte Ergebnisse
Ein Gesichtsserum hat typischerweise eine sehr leichte, oft gänzlich ölfreie oder lipidarme Konsistenz. Dadurch penetriert (zieht) es besonders schnell in die oberste Hautschicht, lässt sich problemlos mit anderen Produkten aus deiner regulären Pflegeroutine kombinieren und kann auch von fettiger Haut wunderbar toleriert werden.
Viele Gesichtsseren können dank Dispenser oder Pipette sehr gezielt dosiert werden: wenige Tropfen genügen, entweder lokal direkt auf die betroffenen Bereiche oder bei Bedarf großflächig auf dem kompletten Gesicht, Hals und Dekolleté.
Schneller boost oder Kur?
Das Gesichtsserum kann immer bei Bedarf angewendet werden. Viele Seren sorgen dank bestimmter Wirkstoffe mit Soforteffekt für ein unmittelbar verschönertes Hautbild. Hyaluronsäure ist ein solcher Inhaltsstoff, der durch die starke Feuchtigkeitsbindung kleine Fältchen mit optischen Soforteffekt minimieren kann.
Wenn du dir besonders nachhaltige Ergebnisse wünscht, kommt aber ebenfalls eine Kur in Frage. Dafür wird die Haut mittels Konzentrat über über mehrere Wochen mit gezielten Wirkstoffen in hoher Dosierung versorgt. Durch den Einsatz apparativer Technologien wie Ultraschall oder Iontophorese, entweder zu Hause oder im Kosmetikinstitut, wird die Behandlung weiter intensiviert.
Nach dieser Aufbaupflege kann es ausreichend sein, wenn du das Gesichtsserum anschließend 2-3-mal wöchentlich weiter verwendest, um die aufgebauten Ergebnisse zu erhalten.
Einfach in der Anwendung
Für die tägliche Pflege wird das Gesichtsserum von der Reihenfolge direkt vor der Creme aufgetragen. Hierfür bietet sich besonders die Nacht an, da während deines Schlafes zahlreiche Repair-Prozesse stattfinden und deine Haut die Wirkstoffe so besonders gut verarbeiten kann.
Als Abschluss kann eine Pflegecreme aufgetragen werden. Die enthaltenen Lipide der Creme schließen Wirkstoffe und Feuchtigkeit in der Haut ein, so dass diese nicht so einfach verdunsten können. Falls du unter fettiger Haut oder Unreinheiten leidest, kannst du aber auch auf eine anschließende Creme verzichten.
Tipp: Geringe Lipidanteile in Seren bis 5% reichen bei fettiger Haut oft aus. Sollte dein Serum allerdings komplett ölfrei sein, empfehle ich dir eine anschließende, leichte Pflege, um die Feuchtigkeit in der Haut einzuschließen.
Tipp: Zweckentfremden zum Aufpeppen anderer Produkte
Das Gesichtsserum eignet sich auch perfekt zum Boosten anderer Produkte wie Vliesmasken oder Cremepackungen. Dazu mischt du einfach einige Tropfen des Konzentrats in deine Gesichtsmaske oder träufelst sie unter dein Vlies.
So kannst du andere Produkte aufwerten und mit unterschiedlichen Seren immer individuell auf deinen momentanen Hautzustand anpassen.
Fazit
Nachhaltig oder vorbeugend: das Gesichtsserum ist ein tolles Produkt für so gut wie jede Haut. Hohe Konzentrationen an wertvollen Wirkstoffen sollen sicht- und fühlbare Ergebnisse in kürzester Zeit bringen.
Für stärkere Ergebnisse kann sich eine Aufbaukur zum Start anbieten. Nach dieser Phase können die Ergebnisse durch wenig Aufwand gehalten werden. Flexibel ist die Anwendung besonders durch die Möglichkeit, das Produkt stellenweise oder im ganzen Gesicht aufzutragen.
Hast du schon die Vielfalt an Gesichtsseren für dich entdeckt?

2 Kommentare
Liebe Sarah
Ich bin per Zufall auf Deiner Seite gelandet und finde sehr informativ und toll.
Ich hätte gerne Deine Meinung über die z.Z. gehypten Ordinary Produkten.
Vielen Dank Susanne
Liebe Susanne,
toll das dir iluqua so gefällt :) Genau deshalb arbeite ich so gerne.
Zu den „The Ordinary“ Produkten habe ich eine zwiespältige Meinung. Erstmal finde ich gut, dass die Produkte frei von Duftstoffen, Alkoholen und anderen überflüssigen Bestandteilen sind. Sie sind relativ reizarm und die INCI-Liste liest sich erstmal gut. Auch die beworbenen Wirkstoffe sind meistens klasse. Warum ich „relativ reizarm“ schreibe: weil die Produkte meiner Meinung nach trotzdem oft nicht gut formuliert sind. Zum Beispiel schäumen die meisten wässrigen Seren beim Auftragen stark, was dafür spricht das viele Emulgatoren enthalten sind. In niedrigen Mengen dienen Emulgatoren dem Lösen von Wirkstoffen oder der Vermischung von Phasen (Wasser/Öl). In höheren Mengen spricht man von Tensiden, weil die emulgierenden Eigenschaften ermöglichen Schmutz und Fett von der Haut zu lösen. So funktionieren Hautreiniger, auch wenn es sehr viele unterschiedliche Emulgatoren und Tensidarten gibt. Letztendlich können zu höhe Mengen Emulgator (oder einfach auch die „falschen“) dazu führen, dass die Haut austrocknet. Und genau das Gefühl habe ich, wenn ich die Produkte von „The Ordinary“ benutze.
Aus diesem Grund greife ich lieber zu anderen Produkten. Es gibt zwar noch wesentlich (!) schlechter formulierte Produkte auf dem Markt, so richtig warm werde ich mit den Produkten aber nicht. Auch noch anzumerken: die Produkte enthalten meist 1-2 Hauptwirkstoffe. Was gut ist für eine puristische Pflege. Wenn man bestimmte Hautprobleme angehen will, neigt man deshalb aber zum Kombinieren von mehreren Seren. Mit jedem separaten Serum was man verwenden muss, steigt aber auch die Anzahl an Konservierung und Hilfsstoffen verständlicherweise an. Ich bin eher Freund von wenigen, dafür aber sehr gut formulierten, Produkten.
Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten :)
Liebe Grüße –
Sarah