Gluconolacton

PHA in Kosmetik

Gluconolacton gehört zu den PHAs (Poly Hydroxy Acids) und zählt damit zu den sanftesten Säuren, die du für Hautpflege verwenden kannst.

Generell machen PHAs die Haut nicht lichtempfindlich und führen auch nicht zu den üblichen Begleiterscheinungen wie Rötung, Irritation usw. Daher sind Polyhydroxy Säuren wohl die einzigen Säuren, die bei jeder Haut verwendet werden können. Auch bei anspruchsvolleren Hauttypen wie Couperose, Neigung zu Empfindlichkeiten und barrieregestörter Haut.

Was Gluconolacton als PHA so besonders macht, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

 

Das ist Gluconolacton

Dabei handelt es sich um eine natürlich auftretende Polyhydroxy Säure. Neben der Verwendung in Hautpflegeprodukten findet sie auch als Säuerungsmittel bei der Verarbeitung von Lebensmitteln (z.B. Tofu) Einsatz.

Andere chemische Bezeichnungen sind z.B. glucono delta-lactone, d-gluconic acid oder 1,5 gluconolactone.

In Hautpflege ist Gluconolacton sicherlich die bekannteste und am häufigsten eingesetzte PHA. Verglichen mit Glycolsäure (der bekanntesten AHA Fruchtsäure), ist die Molekülgröße bedeutend höher:

Molekülgröße von Gluconolacton: 178
Molekülgröße von Glycolsäure: 76

Die hohe Molekülgröße von Gluconolacton ist ausschlaggebend für die sanfte Wirkung. Denn die Moleküle dringen, bedingt durch ihre Größe, wesentlich langsamer in der Haut.

Von der Wirkweise steht diese sanfte PHA Säure der Glycolsäure aber in nichts nach. Und das trotz der sanften Wirkung.

 

So wird Gluconolacton hergestellt

Diese Säure ist ein aus der Gluconsäure abgeleitetes Lacton. Sie zählt, bedingt durch ihre Eigenschaften, im erweiterten Sinne zu den Kohlenhydraten.

In ihrer natürlichen Form ist sie ein kristallines, weißes Puder mit süß schmeckenden Kristallen.

 

Das kann Gluconolacton

Diese Säure ist ein wahres Multitalent und wirkt gleich auf mehreren Ebenen. Die Verwendung hat zahlreiche Wirkungen für unsere Haut:

  • Stark antioxidativ: die antioxidative Wirkung schützt unserer Haut vor freien Radikalen und Schädigungen durch UV-Strahlung. Dabei ist Gluconolacton sogar vergleichbar mit etablierten Antioxidantien wie Alpha-Tocopherol und Ascorbinsäure. Es ist auch in der Lage, prooxidative Metalle zu chelatisieren.
  • Wirkt gegen Hautalterung: unterdrückt das Enzym Elastase (Elastase führt zum Abbau von Elastin und begünstigt damit die Hautalterung), verbessert Hautfestigkeit, minimiert Falten und Hyperpigmentierungen
  • Stärkt die Hautbarriere: die Haut ist weniger anfällig gegenüber internen und externen Agressoren und wird widerstandfähiger
  • Optimiert Feuchtigkeitshaushalt der Haut: bindet Feuchtigkeit aus der Luft auf der Haut und dient somit als Feuchtigkeitsspender, die Haut kann ihre Feuchtigkeit besser halten und der transepidermale Wasserverlust (TEWL) nimmt ab, die Haut ist besser mit Feuchtigkeit versorgt. Das Feuchtigkeitsbindevermögen ist dabei sogar höher als das von Glycolsäure. Verglichen mit anderen Säuren, hat Lactobionsäure (ebenfalls ein PHA) die höchsten feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften.
  • Wirkt gegen unreine Haut: Die Säure ist anti-komedogen, reduziert die Porengröße, ist anti-bakteriell und leicht schälend.

Zusammenfassend kann man also sagen: Gluconolacton ist antioxidativ, anti-aging, stärkt die Hautbarriere und wirkt gegen Unreinheiten. Damit ist es in allen wichtigen Bereichen stark, die für eine schöne Haut wichtig sind.

Für die beste Wirksamkeit sollten Produkte mit Gluconolacton, analog zu anderen Säuren, sauer formuliert sein (pH-Wert zwischen 3,5-4,0). Gängige Konzentrationen in Produkten reichen von 3%-15%, wobei selbst hohe Konzentrationen nicht als hautreizend gelten.

 

Für wen ist Gluconolacton geeignet?

Das Tolle ist: für absolut jeden Hauttyp! Denn es ist selbst in höheren Konzentrationen noch sehr sanft. Zusätzlich unterstützt die Säure sogar die eigene Hautbarriere. Und es macht die Haut nicht lichtempfindlich, im Gegenteil denn durch eine gestärkte Barriere ist die Haut widerstandsfähiger.

Diese sanfte Säure kann sogar bei Hauttypen eingesetzt werden, die sonst keine Säuren in Kosmetik verwenden können. Dazu zählen z.B. sehr empfindliche Hauttypen, bei Neigung zu Gefäßschwäche wie Couperose, atopische Hauttypen und barrieregestörte Haut. Aber auch Häute, die bei regulären Säuren wie Glycolsäure oder Salicylsäure immer mit starken Nebenwirkungen reagiert haben.

Dadurch das Gluconolacton eine anti-aging Wirkung hat und zusätzlich gegen unreine Haut wirkt, ist sie auch perfekt bei Neigung zu Erwachsenenakne geeignet.

 

Fazit

Gluconolacton ist die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Polyhydroxy Säure. Sie ist für jeden Hauttyp geeignet, selbst für empfindlichste Haut. Die Wirkung steht der von Glycolsäure, trotz der sanften Wirkung, in nichts nach.

Diese sanfte Polyhydroxy Säure ist antioxidativ, anti-aging, barrierestärked, wirkt gegen Unreinheiten und optimiert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Damit schafft Gluconolacton es, die Haut auf unterschiedlichsten Ebenen wirklich sichtbar zu verschönern.

 

Quellen

Pubchem

A comparative study of gluconolactone versus benzoyl peroxide in the treatment of acne

Glucono-1,5-lacton

Cosmeceuticals – Procedures in cosmetic dermatology by Zoe Diana Draelos (S. 105-107)

Serum mit Gluconolacton

Clear Skin Treatment Face Serum

Wir haben ein Spezialserum entwickelt, welches Gluconolacton und weitere PHA wie Lactobionsäure enthält: Clear Skin Treatment Face Serum

Das Serum ist perfekt:

  • für jeden Hauttyp
  • für reinere und ebenmäßigere Haut
  • gegen Spätakne, also unreiner Haut im Erwachsenenalter

Neben PHA sind weitere tolle Wirkstoffe enthalten:

  • niedermolekulare Hyaluronsäure
  • Niacinamide (Vitamin B3)
  • Bioflavonoide
  • Linolsäure und Linolensäure
  • Liposome

Es ist feuchtigkeitsspendend, wirkt Hautalterung entgegen, unterstützt die eigene Hautbarriere und macht die Haut nicht lichtempfindlich. 

Braune Augenringe: Entstehung und Behandlungsmöglichkeiten.

Braune Augenringe

Braune Augenringe zählen meist ebenso wie die blauen Augenringe zu den genetischen Augenringen.

Dies ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit.

Was braune Augenschatten grundsätzlich unterscheidet und welche Behandlungsmöglichkeiten sehr erfolgsversprechend sind, erfährst du Schritt für-Schritt in diesem Artikel.

 

Ursache brauner Augenringe

Obwohl blaue als auch braune Augenringe meist genetischer Natur sind, entstehen letztere durch eine Pigmentstörung.

Diese Pigmentstörung ist leicht erkennbar: Typisch für diese Form der Augenringe ist die dunkle, bräunliche Verfärbung meist unmittelbar unter dem Lid.

gelb-braeunliche_Augenringe

In selteneren Fällen kann sich die Verfärbung auch um das Auge herum bis zum oberen Lid ziehen, noch seltenerer sogar hoch bis unter die Augenbrauen.

Verantwortlich für die dunkle Verfärbung ist unser Hautpigment Melanin.

 

Melanin & Pigmentstörungen

Normalerweise sorgt die Bildung von Melanin für eine schöne, gleichmäßige Bräunung der Haut.

Wird allerdings zu viel Melanin an einer bestimmten Stelle produziert, entsteht eine Überzahl an Pigmenten die man auch Hyperpigmentierung nennt. Dadurch erscheint dieser Bereich dunkler als der Rest des Gesichts.

Braune Augenringe sind fast immer auf diese lokale Hyperpigmentierung zurückzuführen.

In den ersten Minuten des folgenden Videos wird kurz erklärt, wie der Bräunungsprozess in der Haut stattfindet.

Die Auslöser

Bei den meisten Menschen die unter den bräunlichen Verfärbungen der Augenpartie leiden, ist die Hyperpigmentierung erblich bedingt.

Sehr auffallend dabei ist, dass sie besonders gehäuft im asiatischen und afro-amerikanischen Raum vorkommt.

Da diese Hauttypen für gewöhnlich sehr gut bräunen ist eine gewisse genetische Disposition und Neigung zu braunen Augenringen vorhanden.

Weitere Auslöser für die Entstehung dieser Pigmentstörung sind neben dem Klassiker UV-Licht auch lokale Entzündungsprozesse oder photosensibilisierende Inhaltsstoffe wie z.B. Duftstoffe (dies ist übrigens ein weiterer wichtiger Grund Parfüm in Kosmetik, besonders in Augenpflege, konsequent zu vermeiden).

 

Was tun gegen braune Augenringe?

Mit den richtigen Wirkstoffen lassen sich die Augenringe durch Pigmentstörung sichtbar aufhellen und vermindern. Wichtig dafür sind die folgenden 2 Schritte:

 

Schritt 1: Hautaufhellende Wirkstoffe

Um die unerwünschte Hyperpigmentierung zu minimieren helfen sowohl hautaufhellende Wirkstoffe als auch Inhaltsstoffe, welche die Pigmentbildung normalisieren.

Allerdings können hautaufhellende Wirkstoffe nur dann effektiv wirken, wenn sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig verwendet werden. Hier ist etwas Geduld notwendig, denn durch den Erneuerungszyklus der Haut von etwa 28 Tagen dauert es einige Wochen bis sichtbare Ergebnisse erzielt werden.

Durch Erneuerung der Haut werden die dunkel pigmentierten Zellen abgetragen und die neuen, normal pigmentierten Hautzellen lassen die Haut nach und nach heller und gleichmäßiger erscheinen.

Wichtig für die Aufhellung von Pigmentierungen der Augenpartie ist es allerdings, keine aggressiven Inhaltsstoffe zu verwenden.

Diese würde die sehr empfindliche Augenpartie nicht nur reizen, sondern könnten die Hyperpigmentierung sogar verschlimmern.

Aus diesem Grund sind besonders sogenannte Tyrosinasehemmer, wie im nachfolgenden Beispiel der Glycyrrhetinsäure, geeignet.


Glycyrrhetinsäure:

Die Glycyrrhetinsäure ist ein Wirkstoff aus Süßholzwurzel, welchen wir als Lakritz kennen.

Die Süßholzwurzel wird seit vielen Jahren und mit Erfolg in der traditionellen und naturheilkundlichen Medizin eingesetzt. Die zahlreichen positiven Wirkungen konnten bereits in vielen Studien belegt werden.

In Kosmetik findet man den Inhaltsstoff meist in Form eines Extraktes oder als reiner Wirkstoff Glycyrrhetinsäure.

Bei diesem Wirkstoffe handelt es sich um einen Tyrosinasehemmer: Tyrosinase ist ein Schlüsselenzym, welches für die Melaninproduktion, und damit der Bräunung unserer Haut, unbedingt benötigt wird.

Dies ist auch der Grund, weshalb dieses Enzym bei Albinismus komplett fehlen kann.

Inhaltsstoffe welche in der Lage sind Tyrosinase zu unterdrücken, können so auch die Überpigmentierung der Haut verhindern.

Neben seiner dadurch aufhellenden Wirkung ist die Glycyrrhetinsäure zusätzlich stark entzündungshemmend.

In Bezug auf braune Augenringe bedeutet dies 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, da Hyperpigmentierungen sowohl durch lokale Entzündungsprozesse als auch durch gesteigerte Melaninproduktion entstehen können.

Quellen:

Süßholz Olionatura

Whitening – pflanzliche Hautaufheller

Süßholz in der Dermatologie

 

Schritt 2: Sonnenschutz

 Wirklich sinnvoll und effektiv sind hautaufhellende Wirkstoffe nur dann, wenn sie mit täglichem Sonnenschutz kombiniert werden.

Da selbst an den düstersten Wintertagen (für uns nicht wahrnehmbar) UVB-Strahlung zu einer erneuten Melaninsynthese führen kann, sollte man diesen Schritt sehr konsequent in den Alltag einbinden.

Zum Einen wird so einer erneuten Überpigmentierung vorgebeugt, zum Anderen ist die Haut durch die hautaufhellenden Wirkstoffe und dadurch weniger schützendem Melanin empfindlicher gegenüber UV-Licht.

Hautaufhellende Wirkstoffe ohne Lichtschutz könnten also im schlimmsten Fall eine stärkere Pigmentierung provozieren.

Zusätzlich reduziert die regelmäßige Verwendung von Sonnenschutz das vorzeitige Altern der Haut.

Sonnenschutz für das Gesicht sollte möglichst eine Mischung aus chemischen und mineralischen Filtern sein, damit hoher aber gleichzeitig andauernder Schutz gewährleistet ist.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema erhältst du im Artikel Sonnenschutz für das Gesicht.

Auch nach Beendung der erfolgreichen Behandlung sollte der Lichtschutz weiterhin zu deiner Routine gehören, damit es nicht zu einer erneuten Bildung von braunen Augenringen kommt.

 

Fazit

Braune Augenringe entstehen überwiegend durch lokale Hyperpigmentierungen im Augenbereich.

Diese Überpigmentierung durch unser Hautpigment Melanin kann man mit den richtigen Wirkstoffen vermindern.

Dafür sind sowohl hautaufhellende Wirkstoffe als auch pigmentnormalisierende Inhaltsstoffe in Kombination mit täglichem Sonnenschutz notwendig.

Für die Behandlung der Augenringe muss man allerdings Geduld aufbringen – durch den Erneuerungszyklus der Haut kann diese viele Wochen in Anspruch nehmen.

Der tägliche Sonnenschutz sollte auch nach der Behandlung fortgesetzt werden, um einer erneuten Hyperpigmentierung vorzubeugen.

INCI-Liste lesen lernen: Kosmetik kaufen ohne Reue.

INCI lesen lernen

Kennst du das? Du kaufst dir voller Vorfreude eine neue Creme. Die Versprechungen auf der Verpackung sind toll – und dementsprechend hoch sind auch deine Erwartungen an das Produkt. Nach einiger Zeit stellst du aber enttäuscht fest, dass das Produkt anscheinend mal wieder mehr Schein als Sein ist und dir nichts (bis auf weniger Geld) gebracht hat…

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Wunderwirkstoffe: Hyaluronsäure

Wunderwirkstoff Hyaluronsäure

Nur 1 Gramm dieses Wunderwirkstoffs ist in der Lage, ganze 6 Liter Wasser an sich binden.

Es gibt kaum einen Inhaltsstoff der so effektiv ist: Hyaluronsäure in Kosmetik.

Heute erkläre ich dir, was genau dieser Wunderwirkstoff für dich tun kann und wie du ihn bestmöglich in deiner Hautpflege einsetzten kannst.

 

Was ist Hyaluronsäure?

Du kennst diesen Wirkstoff wahrscheinlich entweder als Filler durch die Injektion beim Arzt oder zum Auftragen in Form von Hyaluronsäure-Creme oder -serum.

Was du aber vielleicht nicht weißt: Hyaluronsäure ist auch ein natürlicher und sehr wichtiger Bestandteil unseres Körpers, besonders unserer Haut.

50 % des gesamten Hyaluronsäuregehalts unseres Körpers befindet sich in Dermis und Epidermis (mittlere und oberste Hautschicht).

Der Name Hyaluronsäure leitet sich von griechischen Wort hyaloid („gläsern“) und dem enthaltenen Bestandteil Glucuronsäure ab.

Als Gelbildner unserer extrazellulären Matrix sorgt Hyaluronsäure unter anderem für Feuchtigkeitsspeicherung und Volumen in der Dermis.

Das funktioniert durch die negativen Ladungen innerhalb des Moleküls: diese stoßen sich ab und führen zu einem „knäulen“. In diesen Hohlräume können, vergleichbar mit einem vollgesogenen Schwamm, große Mengen an Wasser eingelagert werden.

 

Das tut Hyaluronsäure alles für deine Haut

Nur 1 Gramm ist in der Lage, unglaubliche 6 Liter Wasser an sich binden.

Dein Augapfel beispielsweise besteht zu 2% aus HS mit bis 98% gebundenem Wasser.

Das zeigt auch das enorme Potenzial von Hyaluronsäure in Kosmetik und Hautpflege.

Das hohe Wasserbindevermögen sorgt für die Hydratation der Haut: Hyaluronate geben ihren Hydratmantel erst nach ca. sechs Stunden ab und sind damit sehr effektive Befeuchter.

Studien konnten feststellen, dass Hyaluronsäure auch die Fibroblasten in den unteren Hautschichten stimuliert. Die Neubildung von Kollagen und Elastin wird demnach angeregt und das Hautgerüst in Aufbau und Stabilisierung unterstützt.

Zusätzlich wirkt HS hautglättend, leicht filmbildend und schützend. Feine Fältchen werden durch die Verwendung sichtbar gemildert.

Die Verträglichkeit ist sehr hoch, da es sich bei der Ursprungsform um eine körpereigene Kohlenwasserstoffverbindung handelt. Allergien oder Unverträglichkeiten gegen die heute verwendete Hyaluronsäure sind praktisch nicht bekannt.

 

Nicht jede Hyaluronsäure ist gleichgut geeignet.

Hyaluronsäure ist nicht gleich Hyaluronsäure.

Unterschieden wird in der Kosmetikindustrie vor allem zwischen den unterschiedlichen Größen der Moleküle.

 

Große (hochmolekulare) Moleküle

Diese Art wird am häufigsten eingesetzt. Durch die Größe des Moleküls kann die Hyaluronsäure nicht in die Haut penetrieren (eindringen).

Trotzdem wirkt sie filmbildend, feuchtigkeitsbewahrend und schützend- ebend nur auf der Hautoberfläche.

Der Effekt bleibt, da auf der Oberfläche, nur kurzfristig erhalten.

Große Moleküle sind deutlich günstiger als die niedermolekulare Variante.

 

Kleine (niedermolekulare) Moleküle, auch Hyaluronsäure Fragmente (HAF) genannt

Diese Moleküle sind besonders klein (unter 25.000 Dalton) und damit in der Lage in die Hautschichten einzudringen. Dort docken sie an die Rezeptoren der Zellen und erhöhen die eigene Hyaluronsäureproduktion.

Für anti-aging ist diese Art der Hyaluronsäure besser geeignet, denn durch die tiefer im Gewebe gebundene Feuchtigkeit wirkt die Haut straff und prall. Sogar feine Fältchen können so „aufgepolstert“ werden.

Niedermolekulare Hyaluronsäure wird meist in höherpreisigen Produkten verwendet, da sie teurer ist.

 

So wird Hyaluronsäure in Kosmetik am besten eingesetzt

Mit steigendem Alter sinkt, wie so vieles, auch unser hauteigener Hyaluronsäuregehalt allmählich ab.

Während der Gehalt bei 19 – 47-Jährigen noch 0,33% beträgt, sinkt er bei 60-Jährigen auf 0,015% und bei 70-Jährigen sogar auf nur noch 0,007%. Im Vergleich zu einer 19jährigen hat eine 70jährige Frau damit eine um 98% geringere HS-Konzentration.

Folge ist ein verringertes Feuchtigkeitsbindevermögen, welches zu trockener, rauer Haut, dem Einsinken der Hornschicht (Stratum corneum) und verminderter Elastizität und Spannkraft führt. Sichtbar werden vor allem unliebsame Falten.

Hyaluronsäure wurde in die Beitragsserie „Wunderwirkstoffe“ aufgenommen. Nicht zu unrecht: Hyaluronsäure kann wirklich bei jedem Hauttyp und für jedes Alter eingesetzt werden.

Für junge Haut ist besonders die schützende Filmbildung der hochmolekularen Hyaluronsäure interessant. Diese schützt präventiv vor Austrocknung und verhindert, dass zuviel Feuchtigkeit verdunstet. Die Haut wird zuverlässig mit Feuchtigkeit versorgt. Feuchtigkeitsarme Haut ist sehr weit verbreitet: einen Tipp von mir, wie du erkennst ob du auch betroffen bist, findest du zusätzlich auf kaufberater.io.

Für anti-aging Zwecke hat sich die niedermolekulare Hyaluronsäure bewährt: diese dringt in die Haut ein und bindet dort die Feuchtigkeit, was zur Minimierung von feinen Fältchen führt und die Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt. Zudem wird die eigene HS-Produktion gesteigert.

Besonders eine stark ausgetrocknete Haut mit gestörter Barriereschicht kann von Hyaluronsäure stark profitieren.

Auch retardverkapselte Hyaluronsäure (Spheren) ist sehr effektiv: es wird eine Art Depot aufgebaut, welches über einen gewissen Zeitraum nach und nach an die Haut abgegeben wird.

Generell kann gesagt werden, dass die Verfügbarkeit in Gelen, Ampullen und wässrigen Seren größer ist als in reichhaltigen Cremes, daher sollte man sie bevorzugt durch diese verwenden.

 

Wie wichtig ist die %-Zahl wirklich?

Je mehr desto besser – das könnte man meinen. Und auch die Hersteller von Hyaluronsäure Produkten werben gerne mit Konzentration von 10% und 20%.

Hierbei handelt es sich dann allerdings schon um eine Mischung zum Hyaluronsäure-Gel (Hyaluronsäure und Wasser zusammen).

In der Regel enthalten diese Gel nicht mehr als 1 % Trockensubstanz, d.h. eine eigentliche Hyaluronsäurekonzentration von 0,1% – 0,2%.

 

Fazit

Ein Inhaltsstoff, den man unbedingt für sich entdecken muss.

Die zahlreichen Vorteile der Verwendung von Hyaluronsäure in Kosmetik fassen wir kurz zusammen:

  • bindet intensiv Feuchtigkeit, für gut versorgte Haut
  • wirkt ausgleichend auf Hyaluronsäurespiegel
  • fördert gesunde, feste Haut
  • unterstützt die Stärkung der elastischen Kollagenfasern
  • verlangsamt Alterungsprozess der Haut
  • reduziert Fältchenbildung
  • wirkt glättend, Haut fühlt sich zarter und glatter an
  • sehr hohe Verträglichkeit da körpereigene Substanz
  • gegen Volumenverlust in der Dermis
  • kann bei jedem Hauttyp und jedem Alter eingesetzt werden.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Wunderwirkstoff Hyaluronsäure gemacht?

 

Quellen:

Olionatura

Studie „The role of the conformational profile of polysaccharides on skin penetration“

Kosmetische Praxis 2008 (4), 16-18 „Hyaluronsäure – ein legendärer Wirkstoff“

Studie „Efficacy of cream-based novel formulations of hyaluronic acid of different molecular weights in anti-wrinkle treatment.“

PTA Forum

Das Gesichtsserum: Hochdosiert zu sofort schönerer Haut.

Das Gesichtsserum

Manchmal braucht deine Haut einfach einen sofortigen Pflege-Boost.

Denn hin und wieder, du kennst das bestimmt, schreit deine Haut nach zusätzlicher Pflege. Nichts wirkt dann so effektiv und schnell wie ein Gesichtsserum.

Hochdosiert ist es im Vergleich zu anderen Produktarten besonders wirksam und dank der großen Vielfalt gibt es für wirklich jeden Hauttyp ein perfekt passendes Produkt.

In diesem Artikel erkläre ich dir, was das Besondere am Serum ist und wie du das Konzentrat bestmöglich in deine Hautpflege Routine integrieren kannst.

 

Das zeichnet das Gesichtsserum aus

Bezeichnungen für das Gesichtsserum gibt es einige: Konzentrat, Elixier, Ampulle, Essenz oder Serum spiegeln alle vor allem eines wieder: höhere Wirkstoffkonzentrationen als bei allen anderen Pflegeprodukten. Und damit eine besonders hohe Wirksamkeit.

Durch einen größeren Anteil von Wirkstoffen ist der Pflegeerfolg besonders hoch und es können schneller sicht-und fühlbare Unterschiede erzielt werden.

Der Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es gibt Seren für anti-aging, Feuchtigkeit, gegen Unreinheiten, Hautrötungen und viele weitere. Für jedes erdenkliche Hautproblem gibt es eine passende Wirkstofflösung, wodurch das Gesichtsserum zum Gewinn für jeden Hauttypen wird.

 

Punktgenau für gezielte Ergebnisse

Ein Gesichtsserum hat typischerweise eine sehr leichte, meist gänzlich ölfreie Konsistenz. Dadurch penetriert (zieht) es besonders schnell in die Haut, lässt sich problemlos mit anderen Produkten aus deiner regulären Pflegeroutine kombinieren und kann auch von fettigen Hauttypen wunderbar toleriert werden.

Viele Gesichtsseren können dank Dispenser oder Pipette punktgenau dosiert werden: wenige Tropfen genügen, entweder lokal direkt auf deine „Problemzonen“  oder bei Bedarf großflächig auf dem kompletten Gesicht, Hals und Dekolleté.

 

Schneller boost oder Kur?

Das Gesichtsserum kann immer bei Bedarf angewendet werden. Viele Seren sorgen dank bestimmter Wirkstoffe mit Soforteffekt für ein unmittelbar verschönertes Hautbild. Hyaluronsäure ist ein solcher Inhaltsstoff, der durch die starke Feuchtigkeitsbindung kleine Fältchen sofort auffüllen kann.

Wenn du dir besonders nachhaltige Ergebnisse wünscht, kommt aber ebenfalls eine Kur in Frage. Dafür wird die Haut durch das Konzentrat über mehrere Wochen mit gezielten Wirkstoffen in hoher Dosierung versorgt. Durch den Einsatz apparativer Technologien wie Ultraschall oder Iontophorese, entweder zu Hause oder im Kosmetikinstitut, wird die Behandlung weiter intensiviert. Nach dieser Aufbaupflege ist es ausreichend, wenn du das Gesichtsserum nur noch 2-3-mal wöchentlich verwendest, um die aufgebauten Ergebnisse zu erhalten.

 

Einfach in der Anwendung

Für die tägliche Pflege wird das Gesichtsserum von der Reihenfolge direkt vor der Creme aufgetragen. Hierfür bietet sich besonders die Nacht an, da während deines Schlafes zahlreiche Repair-Prozesse stattfinden und deine Haut die Wirkstoffe so besonders gut verarbeiten kann.

Als Abschluss kann eine Pflegecreme aufgetragen werden. Die enthaltenen Lipide der Creme schließen Wirkstoffe und Feuchtigkeit in der Haut ein, so dass diese nicht so einfach verdunsten können. Falls du unter fettiger Haut oder Unreinheiten leidest, kannst du aber auch auf eine anschließende Creme verzichten.

 

Tipp: Zweckentfremden zum Aufpeppen anderer Produkte

Das Gesichtsserum eignet sich auch perfekt zum Boosten anderer Produkte wie Vliesmasken oder Cremepackungen: dazu mischt du einfach einige Tropfen des Konzentrats in deine Gesichtsmaske oder träufelst sie unter dein Vlies.

So kannst du andere Produkte aufwerten und mit unterschiedlichen Seren immer individuell auf deinen momentanen Hautzustand anpassen.

 

Fazit

Nachhaltig oder vorbeugend: das Gesichtsserum ist ein wahres Wunderelixier mit besonderer Wirksamkeit. Die hohe Konzentration an wertvollen Wirkstoffen bringt sicht- und fühlbare Ergebnisse in schneller Zeit.

Bei Problemhaut bietet sich eine Aufbaukur zum Start an. Nach dieser Phase können die Ergebnisse durch wenig Aufwand gehalten werden.

Flexibel ist die Anwendung besonders durch die Möglichkeit, das Produkt lokal oder im ganzen Gesicht aufzutragen.

Hast du schon die Vielfalt an Gesichtsseren für dich entdeckt?