Enzympeeling, Fruchtsäure oder doch klassische Schleifkörper: welches Peeling ist für welche Haut überhaupt geeignet? Und wann ist ein Peeling überhaupt sinnvoll?
Funfact: Jeden Tag verlieren wir unbemerkt etwa eine Milliarde Hautschüppchen, das entspricht etwa 15 g täglich. Über unser gesamtes Leben hinweg sind das ganze 450 kg.
Unsere oberste Hautschicht, die Epidermis, erneuert sich alle 28 Tage. Damit die Haut nicht fahl, schuppig oder stumpf aussieht und um die Erneuerung zu unterstützen, kannst du Peelings anwenden.
Bei dem gefühlt unendlichen Angebot an unterschiedlichsten Peelingvarianten ist es aber alles andere als einfach, das ideale Produkt für sich zu finden. Und nicht jede Variante ist für jeden Typ ideal.
Welches Peeling genau das richtige für dich, erkläre ich dir in diesem Artikel.
Peeling oder geht's auch ohne?
Wenn wir älter werden oder auch wenn bestimmte Hautprozesse gestört sind, verlangsamt sich die Hauterneuerung. Auch funktioniert der Abschuppungsprozess der Haut nicht immer perfekt. Dadurch können mehr oder weniger überschüssige Hautschüppchen auf der Haut verbleiben. Und das kann sich folgendermaßen zeigen:
- der in den Poren produzierte Talg kann schlechter abfließen und Unterlagerungen, erweiterte Poren und Unreinheiten können entstehen,
- die Haut wirkt fahl, stumpf und schlecht durchblutet (umgangssprachlich fehlt oft „Glow“),
- die Haut fühlt sich rau und schuppig an.
Ein Peeling kann helfen, dass die Haut wieder mehr Glow bekommt, weicher und ebenmäßiger erscheint und besser durchblutet wird. Es schafft Raum, für die darunter liegende, frische Haut.
Auch die Wirksamkeit und Aufnahme von Wirkstoffen in allen nachfolgenden Produkten kann dadurch verbessert werden.
Die Qual der Wahl: Welches Peeling für welche Haut?
Die Auswahl ist leider nicht einfach. Die Vielfalt an Peelingvarianten ist so groß, dass man schnell den Überblick verlieren kann: mechanisch, enzymatisch oder doch chemisch?
Welches also ist die richtige Variante für deinen Hauttyp? Und worauf solltest du bei der Verwendung achten?
Mechanische Peelings
Mechanische Peelings sind Klassiker und für viele das Peeling schlechthin, wenn sie allgemein an Peelings denken. Entsprechend sind sie fast überall erhältlich.
Zum Abtragen von Hautschüppchen kommen hier Schleifpartikel, wie Jojoba-Perlen, Mandelkerne oder ähnlich schleifende Materialien, zum Einsatz (früher übrigens primär Mikroplastik, dass ist heute nicht mehr der Fall). Manchmal sind auch wasserlösliche Partikel enthalten, wie Zucker oder Salz, sodass sich das Peeling bei Wasserkontakt von alleine auflöst. Das kann vor allem am Körper praktisch sein.
Für die Hautfreundlichkeit mechanischer Peelings spielt vor allem die Form der Peelingkörper eine Rolle: abgerundete Varianten sind sanfter zur Haut als naturbelassene, welche uneben und teils harsch zur Haut sind. Zu scharfkantige oder grobe Partikel können nicht nur die Haut irritieren, sondern auch Mikroverletzungen provozieren.
Egal welche Form es auch ist: die Reibung auf der Haut hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Verzichten solltest du hier also, wenn du empfindliche Haut hast (verstärkt die Irritation und Rötung der Haut), bei unreiner Haut und Akne (durch die Reibung werden Bakterien über Schmierinfektion im ganzen Gesicht verteilt) und bei Neigung zu erweiterten Äderchen, Couperose und Rosazea (die starke Durchblutung bekommt den empfindlichen Blutgefäßen nicht).
Mechanische Peelings sollten nicht zu oft verwendet werden, da die Haut durch die Reibung mit gesteigerter Verhornung reagieren kann. Am besten man hält sich an die Anwendungsempfehlung des jeweiligen Produkts.
Vorteile:
- günstig
- überall erhältlich
- unkomplizierte Anwendung (einfach in kreisenden Bewegungen einarbeiten)
Nachteile:
- für viele Hauttypen nicht geeignet
- zu oft angewendet kann die Verhornung sich sogar verstärken
Mikrofasertücher
Tücher aus Mikrofaser sind eigentlich zur Gesichtsreinigung gedacht, können aber auch einen peelenden Effekt haben (der dann einem mechanischem Peeling sehr nahe kommt). Das außergewöhnliche an Mikrofasertüchern: die besonders feinen und dichten Fasern des Materials entfernen sanft und auch ohne viel Druck überschüssige Hautschuppen.
Das ist ideal bei empfindlicher oder irritierter Haut. Sanft angewendet kann es sogar bei Neigung zu erweiterten Äderchen und Couperose funktionieren.
Dafür wird das Tuch mit Wasser getränkt und dann in kreisenden Bewegungen über das Gesicht bewegt. Wichtig ist, nicht zu viel Druck dabei auszuüben. Ansonsten kann auch das Mikrofasertuch als Peeling sehr harsch zur Haut sein.
Die Tücher sind immer wieder verwendbar und können bei min. 60 Grad gewachsen werden – umweltschonend und hygienisch. Zusätzlich werden keine Tenside oder Emulgatoren wie PEGs benötigt. Das kann den Säureschutzmantel empfindlicher Haut schonen.
Vorteile:
- günstig
- perfekt für zwischendurch oder wenn es schnell gehen muss
- keine Rötung – kann man auch schnell mal morgens machen
- auch für empfindliche Haut
- bei richtiger Anwendung keine Hitzentwicklung und Rötung
- unzählige Male wiederverwendbar, da maschinenwaschbar (Kochwäsche)
- entfernt Hautschüppchen gründlich
Nachteile:
- es werden mehrer Tücher benötigt, um immer ein frisches vorrätig zu haben
- sie sollten aus hygienischen Gründen nach jeder Verwendung ausgewechselt werden
- nicht bei Akne oder stark unreiner Haut (Schmierinfektion durch die Reibung)
Übrigens: es gibt bei Mikrofaser unterschiedlichste Materialarten und -qualitäten, von etwas gröber über sehr sanft. Hier lohnt es sich etwas zu suchen.
Enzympeelings
Enzyme spalten Eiweiße. Und die Zellverbände unserer Haut werden durch Eiweiße zusammengehalten.
Durch die Verwendung von Enzympeelings werden die abgestorbenen Hautschüppchen so gelockert und abgelöst. Dieser Vorgang ist sehr mild und wirkt primär oberflächlich.
Die verwendeten Enzyme sind meist Proteasen (eiweißspaltende Enzyme). Häufig werden z.B. Papain (Papaya) und Bromelain (Ananas) eingesetzt.
Enzyme haben eine Besonderheit: sie arbeiten nur unter anhaltender Feuchtigkeit. Das macht die Anwendung einiger Enzympeelings zuhause schwieriger.
Auf Reibung kann beim Enzympeeling völlig verzichtet werden und somit wird auch die Durchblutung nicht unnötig angeregt: eine gute Wahl für barrieregestörte und empfindliche Haut sowie einer Neigung zu Couperose.
Vorteile:
- äußerst sanft
- wirkt nur oberflächlich
- keine Schmierinfektionen durch Reibung
- für jeden Hauttyp geeignet
Nachteile:
- nicht überall erhältlich
- muss meist feucht gehalten werden (Enzyme arbeiten nur im feuchten Milieu)
- für stärkere Verhornungen teils zu schwach
Chemische Peelings
Chemische Peelings wirken durch Denaturierung des Hauteiweißes (gilt für tiefe Peelings) oder Lockerung interzellulärer Verbindungen (oberflächlichere Peelings). Hierzu zählen zum Beispiel Phenole und TCA (als sehr starke Peelings vom Dermatologen) oder klassische Säuren wie Fruchtsäure (AHA), Salicylsäure (BHA) und Polyhydroxysäure (PHA).
Wie der Name schon sagt, ist bei den Säuren besonders ein pH-Wert im sauren Bereich wichtig. Ein niedrig konzentriertes Produkt mit niedrigem pH-Wert kann so z.B. deutlich stärker in der Wirkung sein, als ein hochkonzentrierte Produkt mit höherem pH-Wert.
Durch einen chemischen Reiz regen diese Peelings in der Regel auch die Mikrozirkulation und die Regeneration an. Das macht sie zusätzlich wirksam für Anti-Aging. Bei empfindlicher Haut, Couperose und Rosazea solltest du sehr vorsichtig sein und die Alternativen abwägen.
Der Umgang mit chemischen Peelings sollte immer vorsichtig erfolgen, um Hautschäden vorzubeugen. Eine zu häufige Anwendung kann die Haut auch empfindlich machen. Sehr wichtig außerdem: Der tägliche Lichtschutz über die gesamte Zeit der Anwendungsdauer ist absolut notwendig und nicht zu unterschätzen, wenn du vorzeitiger Hautalterung und Pigmentflecken vorbeugen willst. Eine Ausnahme bildet hier nur PHA.
AHA sind unter anderem Fruchtsäuren wie Glykolsäure, Milchsäure und Weinsäure. Sie besitzen eine kleine Molekülgröße und sind damit besonders wirksam. Durch ihre hydrophile („wasserliebende“) Eigenschaft trocknen sie die Haut nicht zusätzlich aus. Ideal bei tendenziell trockener Haut.
BHA wie Salicylsäure lösen verstopfte Poren (sie sind lipophil, also „fettliebend“), wirken antibakteriell und entzündungshemmend und sind so sehr wertvoll bei Neigung zu entzündlicher Akne und Unreinheiten.
PHA wirken ähnlich wie AHA, aber ohne deren negativen Begleiterscheinungen wie Rötung, Schuppung oder Irritation. Sie sind wahre Alleskönner und ideal für unreine Haut, werden selbst von sehr empfindlicher Haut vertragen und machen die Haut nicht sonnenempfindlich. Zusätzlich habe sie eine großartige anti-aging Wirkung.
Vorteile:
- vielfach wissenschaftlich dokumentierte anti-aging Wirkung
- effektiv und stark
- sehr individuell an die Bedürfnisse der Haut anpassbar (durch Konzentration und Anwendungsdauer)
- der saure pH-Wert unterstützt den Säureschutzmantel der Haut
- ideal bei unreiner Haut (keine Schmierinfektionen)
Nachteile (AHA, BHA und PHA):
- Wirkung abhängig vom pH-Wert des Produktes (der nicht immer klar ist)
- Schälung der Haut möglich
Nachteile (AHA und BHA, gilt nicht für PHA):
- Irritationen, Rötungen und Schälung der Haut über mehrere Tage sind möglich
- Haut ist einige Zeit nach der Anwendung lichtsensibel
- nicht so einfach wie andere Peelingformen – erfordert etwas Erfahrung und Hintergrundwissen
Zusammenfassung
Es gibt für so gut wie jeden Hauttyp ein gut geeignetes Peeling. Von sehr sanften zu äußerst starken Peelingvarianten existiert wirklich alles.
Grundsätzlich empfehle ich dir, dich vorsichtig heranzutasten. Lieber etwas sanfter starten und dann schrittweise die Intensität erhöhen. Damit überforderst du deine Haut und Hautbarriere nicht unnötig.
Das Bild fasst dir alles kurz zusammen (klick auf das Bild zum Vergrößern und Speichern).

12 Kommentare
Liebe Sarah,
welche Dosierung von Milchsäurepeeling würdest du für den Anfang empfehlen? Ich (44, ultraempfindliche Haut mit Couperose und immer wiederkehrende Pusteln, grobporige Haut an der Hase und recht schlaffe am Kinn) bin es mittlerweile leid, das Geld in die Behandlungen zu investieren, die leider nur Verschlechterung statt Verbesserung bringen (4 Fruchtsäure – Peelings im letzten Winter, Hautzentrum Karlsplatz München, 2 Laserbehandlungen a 230 Euro auch dort).
Habe bei Amazon ein Milchsäurepeeling mit 10% ins Auge gefasst. Würde es meine Hautsituation lindern deiner Meinung nach?
Vielen lieben Dank für deine Mühe!
Angelina
Liebe Angelina,
danke für deine Nachricht. Milchsäure finde ich schonmal sehr gut (neben PHA einer meiner Lieblingssäuren!), weil sie als Bestandteil der NMF natürlicherweise auf der Haut vorkommt und daher auch gut vertragen wird. Bei Couperose musst du generell sehr vorsichtig sein, da die Haut schnell überreagiert. Das kennst du ja bestimmt :)
10% ist schon recht viel, am Ende kommt es aber auch auf den pH-Wert des Produkts und deine Anwendung an. Je länger es einwirken kann ohne neutralisiert zu werden, desto stärker der Effekt. Ich würde dir empfehlen, mit einer niedrigeren Dosierung zu starten und dich langsam ranzutasten damit du im schlimmsten Fall deiner Haut nicht weiter schadest. Ich denke zwischen 3-5% sind gut geeignet für deinen Hauttyp.
Liebe Grüße –
Sarah
Hallo Sarah,
Erst einmal wollte ich sagen, dass diese Seite echt Informativ ist und ich die Arbeit die du machst echt gut finde.
Nun zu meinem Problem, ich habe eine Mischhaut die nur in der T-Zone richtig Fettig ist, der Rest ist relativ Trocken (Meine Freundin meinte Mischhaut nennt man das). Ich habe nach langem suchen die richtigen Produkte gefunden und habe die Pickel weitgehend unter Kontrolle bekommen.
Aber die Unterlagerungen auf der Stirn wollen einfach nicht weggehen, auch wenn meine Haut sonst rein ist, habe ich auf der Stirn überall so kleine Erhebungen die mir echt Tierisch auf die Nerven gehen, ausdrücken führt nur zu Pickeln.
Dank dir kann ich sie endlich überhaupt mal benennen, haha davor waren sie Mitesser aber wenn man dann Produkte in die Richtung sucht, bringen sie einfach nichts weil man dann ja nochmal unterscheiden muss zwischen geschlossen und zu und und und… mir wird jetzt erst klar wie komplex das Thema Haut eigentlich ist.
Naja egal, zurück zum Thema haha also mir ist aufgefallen das ich mein Gesicht zwar regelmäßig reinige und so aber ein Peeling mache ich nie und ich glaube, nach allem was ich jetzt darüber gelesen habe, könnte das die Lösung für diese verdammten Unterlagerungen sein. Die Frage ist jetzt aber, würdest du mir eher zu AHA- oder einem BHA-Peeling raten?
Die anderen Peeling-Arten würden glaub ich nicht helfen da sie zu lasch wären.
Für einen Tipp wäre ich dir sehr dankbar, ich habe Männerhaut aber ich glaube das spielt nicht so eine große Rolle.
Gruß
Der Abdu mit dem Unterlagerungsproblem :D
Lieber Abdu,
vielen Dank für die Blumen. Ich freue mich, dass dir iluqua weiterhilft. Und ich helfe dir auch gerne nochmal persönlich weiter.
Genau, fettig in der T-Zone und trocken an den Wangen wäre die klassische Mischhaut. Ich empfehle bei einem solchen Hautzustand immer, die einzelnen Bereiche auch unterschiedlich zu pflegen. Beispielsweise deine trockene Wangenpartie ruhig reichhaltig zu pflegen, die fettige Stirn dann aber auszulassen oder für diese ein anderes Produkt zu verwenden. Auch wenn das aufwändig klingt – dass ist am allereffektivsten, wenn man seine Haut verbessern möchte.
Ja, das Thema ist wirklich komplex. Ich finde ich es schön, wenn man sich bei Problemen damit auseinander setzt wie du das machst.
Was für ein Peeling verwendest du denn? Bei starken Unterlagerungen helfen die normalen „Rubbelpeelings“ meist nicht. Gute Ergebnisse erzielt man, wie du vermutet hast, mit AHA oder BHA.
Welche Säure besser geeignet ist, erfährt man meistens erst beim Probieren. Jede Haut reagiert etwas anders. Tendenziell ist aber BHA sehr gut geeignet, weil es lipophil ist (fettliebend) und daher auch den Talg in der Pore besser „lösen“ kann. Vielleicht ist ja auch Retinol etwas für dich? Bei unempfindlicher Haut auch hier und da in Kombination mit einer Säure sinnvoll. Retinol selber peelt nicht, ist aber stark zellerneuernd. Das hat einen hautschälenden Effekt.
Wichtig bei beidem wäre ein Lichtschutz. Man muss dann sehr aufpassen, dass das Produkt selber nicht wieder Unterlagerungen fördert (passiert leider schnell). Auch ich habe noch nicht „mein“ Produkt gefunden.
Liebe Grüße –
Sarah
Hallo Liebe Sarah,
ich neige eher zur feuchtigkeitsarmer Haut, habe gleichzeitig im unteren Wangenbereich ganz kleine und ganz viele “Huckel“. Ich weiß nicht, ob es Millien sind oder Unterlagerungen.
Ich war auch schon bei einer Kosmetikerin, die jedoch meiner Meinung nach, nicht viel wusste. Sie meinte das wären Millien und hat einige rausgestochen. Jedoch sind zum Teil viele sehr hartnäckig gewesen und man konnte sie nicht entfernen, wobei ich nicht weiß, ob das vielleicht eben Unterlagerungen sind. Wenn ich mit meinem Finger durch meine untere Wange gehe fühle ich nur ganz viele winzig kleine Hügel und fühle mich sehr unwohl. Ich habe auch nicht wirklich Pickel im Gesicht oder derartiges, zu Entzündungen neige ich auch nicht. Könntest du mir bitte helfen?
Was könntest du mir an Produkten empfehlen (cremes, peelings, Masken)?
Liebe Lisa,
ich wünsche dir ein frohes neues Jahr.
Unterlagerungen erkennt man daran, dass sie sich gut entfernen lassen. In wenigen Fällen sind sie hartnäckig, vor allem wenn der festsitzende Talg sehr „propfig“ ist.
Milien lassen sich durch normales Ausreinigen garnicht entfernen. Sie müssen mit einer Nadel angestochen werden, damit sie sich entfernen lassen.
Warst du denn bei anderen Kosmetikerinnen oder einem Dermatologen, um mehrere Meinungen einzuholen?
Falls es tatsächlich Milien sind: sie sind hartnäckig. Du könntest probieren sie nach und nach mit einem Säurepeeling zu entfernen. Geeignet wäre z.B. Fruchtsäure. Durch das regelmäßige Schälen der Haut wird eine weitere Talgeinlagerung vermieden. Bis erste Ergebnisse sichtbar werden kann es aber einige Zeit dauern.
Alternativ könntest du in einem Termin einmal alle Milien professionell entfernen lassen (bei einer guten Kosmetikerin, ggf. beim Dermatologen) und dann dieses Hautbild mit einem guten Säureprodukt „erhalten“.
Liebe Grüße –
Sarah
Sehr interessanter Artikel! Persönlich benutze ich ein chemisches Peeling und es ist sehr effektiv gegen Akne. Ich habe auch Enzympeelings probiert, aber sie sind nicht so stark.
Liebe Lara,
da hast du recht. Enzympeelings sind nicht so stark wie chemische – aber für sehr empfindliche Haut oft die einzige Möglichkeit, überhaupt zu peelen. Ich bevorzuge für meine Haut auch die chemischen :)
Liebe Grüße
Sarah
Liebe Sarah,
vielen Dank erstmal für deine Antwort!
Ich benutze im Moment das flüssige Salicylpeeling von Paula Choice mit 2%. Anfangs, das heißt vor einem halben Jahr, hatte ich damit angefangen und es auf täglich gesteigert. Aber auch da blieben die Erfolge weg und die Haut wurde immer feuchtigkeitssärmer und spannte wie verrückt. Deswegen hatte ich die Anwendungshäufigkeit auf 2-3 Mal die Woche reduziert.
Wenn das Enzympeeling zu schwach ist, wäre dann ein Milchsäurepeeling was? Soll ja auch feuchtigkeitsspendeln und für empfindliche Haut geeignet sein.
Viele liebe Grüße,
Rebekka
Hallo liebe Rebekka,
2% täglich ist ziemlich heftig, dass hätte meine Haut so auch nicht toleriert. Wenn die Haut durch das Peeling zu stark gereizt wird, kann sich das sogar kontraproduktiv auswirken. Wie in deinem Fall, mit einer spannenden und feuchtigkeitsarmen Haut.
Dies könnte übrigens auch ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen deine Unterlagerungen sein – die Haut mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen. Denn ohne Feuchtigkeit wird der Hauttalg sehr fest („propfig“) und starr. Dadurch bleibt er in der Pore sitzen und kann schlecht abfließen. Auch die Abschuppung der Haut ist durch Feuchtigkeitsmangel gestört.
Ja, Milchsäure könnte eine gute Option sein. Oder Mandelsäure, kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Beide Formen sind (natürlich abhängig von der prozentualen Stärke und pH-Wert) sehr gut bei empfindlicherer Haut geeignet.
Liebe Grüße
Sarah
Hallo,
ich habe Unterlagerungen an Stirn und Kinn. Nach kurzem Erfolg mit einer Mikrodermabrasion bei einer Kosmetikerin, stellen sie sich als sehr hartnäcklig da. Obwohl ich 2-3 Mal die Woche ein 2%-iges BHA benutze, bleiben die Unterlagerungen genau da wo sie sind. Es gibt überhaupt keine Besserung. Nun war ich gestern bei meiner Kosmetikerin, die mir mitteilte, dass bei Unterlagerungen BHA nicht helfen würden, sondern eher bei entzündlicher Akne. Enzympeelings wären hier viel besser geeignet. Ich hatte bisher immer angenommen BHA wäre bei dem Problem das Optimum. Wie wäre denn da deine Meinung zu? Kurz zu meiner Haut: Empfindliche feuchtigkeitsarme Mischhaut.
Viele Grüße,
Rebekka
Guten Abend liebe Rebekka,
Unterlagerungen sind leider tatsächlich sehr hartnäckig. Es stimmt nicht so ganz was deine Kosmetikerin gesagt hat: Ja, BHA ist gut geeignet bei entzündlicher Akne. Weil Salicylsäure neben dem keratolytischen (hornlösend) Effekt auch entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Das heißt aber per se nicht, dass es für Unterlagerungen weniger geeignet ist als Enzympeelings. BHA ist eine gute Wahl, auch deshalb: es ist lipophil, kann dadurch quasi den Talg (Fett!) der verstopften Pore lösen. Hydrophile Wirkstoffe können das nicht.
Welches Produkt verwendest du denn zur Zeit, eventuell ist es noch nicht das Richtige? Auch die Anwendungshäufigkeit könnte man probeweise anpassen, oft ist eine tägliche Anwendung mit niedriger Konzentration hilfreicher als alle paar Tage eine hohe.
Enzympeelings sind toll für sehr empfindliche Haut. Fast die einzige Möglichkeit bei hyperempfindlicher Haut, damit überhaupt gepeelt werden kann. Ich empfinde diese aber auch fast als zu sanft für Unterlagerungen. Enzympeelings machen meiner Meinung nach nur Sinn, wenn die Haut aufgrund der Sensibilität keine anderen Peelingformen toleriert.
Liebe Grüße
Sarah